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Krankenzusatzversicherungen mit vereinfachten Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen haben den Sinn und Zweck, dass ein Krankenversicherer die Risiken und damit die zukünftigen Kosten, die ein potentieller Versicherer verursachen wird, schätzen kann.
Komplizierte und umfangreiche Gesundheitsfragen führen hingegen dazu, dass der Versicherer zukünftige Risiken zwar sehr gut abschätzen kann, sie verhindern jedoch auch, dass ein Interessent auch zu einem Kunden wird.

Gesundheitsfragen verhindern Neugeschäft für den Versicherer

  • Ablehnung aufgrund der Annahmerichtlinien und angegebener Vorerkrankungen im Antrag
  • Kunden mögen keine Bürokratie und unterlassen daher einen Abschluss komplett, da sie unsicher darüber sind, was genau sie angeben müssen.

Vor- und Nachteile von strengen Gesundheitsfragen

Die Vorteile strenger Gesundheitsfragen sind in der Regel beitragsstabilere Tarife. Besonders gesunde Antragsteller profitieren natürlich davon, wenn sich in ihrem Tarif keine Versicherten befinden, die voraussichtlich viele Kosten verursachen werden, denn jeder Versicherte hat dies in einer Solidargemeinschaft über die Prämie mitzutragen

Der Nachteil ist hingegen zum einen,:

  • dass die Versichertengemeinschaft zum einen deutlich kleiner wird. da deutlich mehr Antragsteller abgelehnt werden.
  • Zum anderen besteht bei umfangreichen Gesundheitsfragen für den Kunden die Gefahr, dass er die Gesundheitsfragen falsch beantwortet und damit in der Zukunft trotz Zahlung seiner Beiträge gar nicht in vollem Umfang versichert ist oder sogar je nach Schwere der vorvertraglichen Anzeigepflichtverletzung (so nennt man die falsche Beantwortung der Antragsfragen) vom Versicherer gekündigt wird.

Der Verzicht auf Gesundheitsfragen oder das Verwenden einfacher/vereinfachter Gesundheitsfragen

Da eine Versicherung sowieso niemals für bereits angeratene oder vor Versicherungsbeginn bereits laufende Behandlungen leisten muss, kann die Verwendung vereinfachter Gesundheitsfragen eine gute Lösung für beide Parteien sein.

Vorteil für den Versicherer

Der Versicherer erhält eine Gesundheitsprüfung und kann damit die schwersten und damit teuersten Risiken rausfiltern. Gerade bei Zusatztarifen, die wie eine Heilpraktikerversicherung (z.B. Signal Iduna Ambulant plus oder Münchener Verein Naturmedizin) oder ein Tarif, der im stationären Bereich nur das Einbettzimmer versichert (DKV UZ1) sowieso nur ein begrenztes Kostenrisiko bedeuten, kann eine einfache Gesundheitsprüfung ein großer Vorteil sein.

Die Versichertengemeinschaft ist bei diesen Tarifen ein Vielfachen höher, verglichen mit Tarifen mit strenger Gesundheitsprüfung. Da auch Gesundheitsfragen nicht verhindern können, dass ein Versicherter in Zukunft eine bestimmte Erkrankung erhält, kann eine sehr große, aber durchmischte Versichertengemeinschaft auch verkraften, wenn sich einige kränkere Menschen darin befinden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die maximale Erstattung für den Versicherer nach oben hin begrenzt ist.
Zudem bleibt einem Versicherer in jedem Fall immer die Möglichkeit eine Leistung abzulehnen, wenn er feststellt, dass diese im Zusammenhang mit einer bereits vor Abschluss der Versicherung aufgetretenen Erkrankung steht.

Vorteile vereinfachter Gesundheitsfragen für den Versicherten

Zum einen entgeht jeder Versicherte der Gefahr, dass er im Antrag etwas Falsches angegeben hat und eventuell später deswegen gekündigt wird.
Des Weiteren haben Personen mit Vorerkrankungen, die ansonsten auch für alle anderen Erkrankungen, die sie in der Zukunft bekommen können, keinen Versicherungsschutz erhalten würden, so die Möglichkeit sich zu versichern.
Auch Antragsteller, die bereits ausgeheilte Erkrankungen haben, die bei strengen Tarifen, aber angegeben werden müssten, erhalten bei vereinfachten Gesundheitsfragen durchaus noch vollumfänglichen Versicherungsschutz ohne Probleme.


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