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Krankenvollabsicherung

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Aktuelles aus dem Bereich PKV und GKV

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Seit Beginn dieses Jahres wird die Schwere der Pflegebedürftigkeit in 5 Pflegegrade eingestuft. Auch Pflegetagegeldversicherungen wie der Tarif des Münchener Vereins ohne Gesundheitsfragen haben ihre Tarife entsprechend an das neue System angepasst.
Die Pflegetagegeldversicherung ohne Gesundheitsfragen stellt keine direkte Gesundheitsfrage, es besteht jedoch kein Leistungsanspruch, sofern bei Vertragsabschluss bereits bestimmt schwere oder lebensbedrohliche Erkrankungen besteht (eine Liste wird im Antrag aufgeführt).
Der Tarif sieht in dem Fall eine Wartezeit vor von 3 Jahren. Auf diese Wartezeit wird verzichtet, wenn zusätzliche, jedoch recht einfache Gesundheitsfragen beantwortet werden.
Zusätzlich zur Leistung in den 5 Pflegegraden lässt sich eine Beitragsbefreiung und Demenzgeld mitversichern.

Die BKK VBU ist zwar eine noch recht unbekannte, jedoch schuldenfreie Krankenkasse, die ihren Fokus auf Naturheilverfahren affine gesetzlich Krankenversicherte legt. Wir empfehlen diese Krankenkasse, da sich für Mitglieder die ideale Ergänzung durch eine günstige Heilpraktikerversicherung ohne Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Am 31. Oktober 2016 machte eine Pressemeldung die Runde, welchen manchen privat Krankenversicherten aufschrecken dürfte. Bei der AXA Krankenversicherung ist für das Jahr 2017 mit Beitragsanpassungen in einer Höhe zwischen 16 Prozent und 34 Prozent zu rechnen. Die DKV hatte bereits im Sommer angekündigt, dass ihre Versicherer ebenfalls mit überdurchschnittlichen Prämienerhöhungen rechnen müssen.
Doch es gibt oftmals Lösungen für die Betroffenen.

Privatpatient vs Kassenpatient

Der kontinuierliche Leistungsabbau bei den Ersatzkassen reißt bei manchem Haushalt ein Loch in das monatliche Budget. Die steuerliche Abzugsfähigkeit bestimmter Ausgaben ist hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Je niedriger das Einkommen ausfällt, umso geringer ist die Steuerrückerstattung, trotz gleichbleibender Kosten für privat gezahlter Behandlungen oder Hilfs- und Heilmittel.

Die betriebliche Altersversorgung (bAV) ist zumindest vom Thema her allen Arbeitnehmern bekannt. Noch relativ neu und daher nur wenigen geläufig ist dagegen die betriebliche Krankenzusatzversicherung (bKV). Mit dieser Neuerung schuf der Gesetzgeber vor einigen Jahren die Möglichkeit, arbeitgeber- oder arbeitnehmerfinanziert, dem kontinuierlichen Leistungsabbau der Ersatzkassen entgegenzuwirken und steuerbegünstigt den Schutz in der Krankenversicherung zu optimieren. Steuerlich betrachtet fallen die Beiträge unter den Paragrafen 40b EStG, den viele noch durch die alte Direktversicherung kennen. Es handelt sich, wie bei der bAV, um eine klassische Gehaltsumwandlung.

Das Jahr 2016 wartet mit der größten Reform der Pflegeversicherung seit deren Einführung auf. Die Schwerpunkte der aktuellen Änderungen sind in erster Linie die Kurzzeitpflege und die Ersatzpflege. In beiden Fällen geht es darum, dass Angehörige die Pflege zu Hause leisten, aber für einen bestimmten Zeitraum ausfallen, beispielsweise um den auch bei Hauspflege zustehenden Urlaub zu nehmen.

Pflegeversicherung: Kinder haften für ihre Eltern

Nach wie vor gilt in der Pflegeversicherung dieser Sachverhalt, der sich auch niemals ändern wird. Die Grundlage für diese Haftung basiert auf einem Passus im Bürgerlichen Gesetzbuch, der im Jahr 1900 eingeführt wurde. Diese Unterhaltspflicht ist faktisch ein Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung. Die Sozialämter gehen zwar in Vorleistung, klagen die aufgelaufenen Kosten dann aber bei den Kindern der Pfleglinge wieder ein.

BGH suchte Lösung

Der Bundesgerichtshof sah das Dilemma der sogenannten Sandwich-Generation. Diese Generation hat häufig selbst noch eigene Kinder, die versorgt werden müssen oder Unterhaltsansprüche haben. Auf der anderen Seite haben die Eltern ein Alter erreicht, welches Pflege notwendig macht. Im Jahr 2002 versuchten die Richter, eine Lösung zu finden:

  • Die steuerlichen Freibeträge für zahlungspflichte Angehörige von pflegebedürftigen Familienangehörigen wurden erhöht.
  • Laufende Kreditverpflichtungen werden bei der Leistungshöhe berücksichtigt.
  • Eigene Lebensversicherungen, welche der Altersvorsorge dienen, werden dem Schonvermögen zugerechnet.

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Hinweispflicht bei privater Krankenversicherung

Bezüglich der Mitversicherung von Kindern bei privat Krankenversicherten gilt, dass die Kinder bei dem Elternteil mitversichert sein müssen, welches das höhere Einkommen hat. Dies gilt auch, wenn dieser Elternteil in der Ersatzkasse, der andere Elternteil Mitglied in einer privaten Krankenversicherung ist. Bis zu einer bestimmten Altersgrenze gilt bei Kindern eine günstigere Tarifierung als bei Erwachsenen. Ist diese Altersgrenze erreicht, müssen die Kinder neu eingestuft werden. Bezüglich dieser Einstufung kam es nun zu einer juristischen Auseinandersetzung zwischen einer Versicherungsnehmerin und ihrem Versicherer.

Erwachsenentarif oder Ausbildungstarif?

Die Klägerin hatte ihre Kinder seinerzeit in einer privaten Vollkrankenversicherung abgesichert. Mit dem Erreichen des 20. Lebensjahres der versicherten Personen forderte der Versicherer die Kundin auf, ihre Kinder nun in einem Erwachsenentarif zu versichern. Erst einige Zeit später erfuhr die Mutter, dass es neben klassischen Erwachsenentarifen auch deutlich günstigere Ausbildungstarife gibt. Das Schreiben der Versicherung enthielt zwar diesen Passus, dieser ging jedoch im Fließtext unter. Nachdem die Versicherung der Aufforderung der Mutter, den Erwachsenentarif in einen Ausbildungstarif rückwirkend umzustellen und die Differenz zurückzuhalten, ablehnte, ging diese erfolgreich vor Gericht.

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