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Es gibt einige Heilpraktikerversicherungen mit vereinfachten Gesundheitsfragen. Die interessantesten Zusatztarife mit einfachen Gesundheitsfragen sind in diesem Zusammenhang:
Dazu wäre ebenfalls die Süddeutsche Krankenversicherung mit ihren SDK Ambulant Tarifen zu nennen, da hier eine Annahme auch mit Vorerkrankungen in jedem Fall erfolgen kann, jedoch abhängig von der Diagnose ein Risikozuschlag erhoben wird (20-40% je nach Diagnose).
Insbesondere bei schweren Erkrankungen (auch wenn diese bereits in den letzten 3 Jahren ausgeheilt sind), chronischen Erkrankungen oder laufenden und/oder zurückliegenden Psychotherapien sind die Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen nicht abschließbar. In einem solchen Fall bleibt nur eine Heilpraktikerversicherung ohne Gesundheitsfragen bzw. mit vereinfachten Annahmerichtlinien als letzte Alternative.
Die Süddeutsche Krankenversicherung bietet mit ihren Tarifen Ambulant50, Ambulant70. Ambulant90 und Ambulant100 die Möglichkeit für jeden Naturheilverfahren abzusichern. Die SDK AP Ambulant lehnt keine versicherte Person, stellt aber Gesundheitsfragen (Katalog verschiedener schwerer oder chronischer Erkrankungen). Die Annahme ist dort in jedem Fall mit einem Risikozuschlag möglich (Zuschlag je nach Diagnose 20% oder 40% auf den Normalbeitrag). Wartezeiten sieht die SDK keine vor.
Derzeit gibt es nur sehr wenige Heilpraktikerversicherungen ohne Gesundheitsfragen am Markt. Es handelt sich dabei in der Regel immer um spezielle Gruppentarife z.B. durch Kooperationen mit gesetzlichen Krankenkassen Die meisten dieser Gruppentarife (z.B. Continentale) erstatten hier aber deutlich weniger als 300 Euro pro Jahr und zudem auch nur für nach Vertragsbeginn eingetretene Versicherungsfälle. Vorhandene Erkrankungen gelten dort insofern als nicht mitversichert.
Eine Ausnahme gibt es jedoch, die etwas mehr erstattet und zudem auch Vorerkrankungen mitversichert und wo das Gesamtkonzept aus Heilpraktiker-Zusatzversicherung und Zusatzleistungen für Naturheilverfahren der Krankenkasse selbst (z.B. Osteopathie, Homöopathie) sehr stimmig ist:
Sie finden den Tarif auch im Vergleichsrechner.
Sie finden alle Tarife inkl. Bedingungen in unserem Heilpraktikerversicherung Vergleich und können sich darüber kostenlos die Antrags- und auch Wechselunterlagen anfordern.
Welcher Tarif mit welcher (Vor-)Erkrankung?
Das hängt ganz von der Diagnose ab, die Annahmerichtlinien und Gesundheitsfragen der einzelnen Tarife sind sehr unterschiedlich. Grundsätzlich sollte man auch bei kleineren chronischen Erkrankungen eher auf Tarife mit vereinfachten, geschlossenen Gesundheitsfragen ausweichen. Hier ein paar Beispiele, welche Tarife in Frage kommen:
mehrmalige Behandlungen wegen Rückenbeschwerden:
In jedem Fall gehen die beiden Tarife der AXA Heilpraktikerversicherung. Hier wären zudem zukünftige Rückenbehandlungen durch den 40% Risikozuschlag, der erhoben wird, mitversichert. Sofern nur ein Termin in den letzten 3 Jahren beim Osteopathen oder Orthopäden stattfand und die Behandlung abgeschlossen ist, fällt der Zuschlag nicht an.
Sofern alle Behandlungen wegen Rückenbeschwerden bereits abgeschlossen sind und keine chronische Grunderkrankung vorliegt, kann zudem die Signal Iduna Ambulant – Heilpraktikerversicherung ohne Zuschlag abgeschlossen werden.
Ebenfalls wäre bei mehrmaligen Rückenbeschwerden die SDK Heilpraktikerversicherung Ambulant in allen 4 Tarifvarianten mit einem Zuschlag von 40% möglich.
Sofern maximal 4 Besuche beim Heilbehandler (egal welcher) wegen Rückenbeschwerden stattfanden, ist auch Nürnberger AMed problemlos abschließbar.
Sofern maximal eine Behandlung wegen Rückenbeschwerden vorlag:
Hier funktionieren ohne Zuschläge sowohl: AXA Med Komfort, AXA Med EG080U, Signal Iduna Ambulant plus(pur), UKV NaturPrivat und Nürnberger AMed.
Mit Zuschlag wären die “Ambulant” Tarife der Süddeutschen Krankenversicherung ebenfalls möglich.
Sofern es sich bei der Rückenbehandlung um reine Muskelverspannungen handelte, wäre auch Continentale EASY Ambulant 1200 abschließbar. Oftmals stellen Ärzte jedoch Diagnosen wie HWS- oder LWS-Syndrom, was wiederum bei der Continentale anzugeben wäre und dann zu einem Leistungsausschluss von allen Wirbelsäulenerkrankungen führen würde.
Bei einer reinen Schilddrüsenunterfunktion sind folgende Tarife möglich:
Abschließbar sind hier mehrere Tarife (Signal Iduna Ambulant plus/start, AXA-Tarife, Universa Unimed/A, SDK Ambulant, UKV NaturPrivat, Barmenia MehrKomfort). Jedoch nur bei den Unimed-Tarifen der Universa und UKV NaturPrivat wäre die Diagnose ohne Zuschlag mitversichert. Bei SDK Ambulant AP und Barmenia Mehr Gesundheit würde ein Risikozuschlag von 20-50% erhoben werden. Zudem sind bei der Barmenia sehr ausführliche weitere Angaben zu machen und erst dann wird entschieden, ob Abschluss möglich ist.
Nicht nach Größe und Gewicht im Antrag fragen: die AXA-MED Tarife, Signal Iduna Ambulant plus/start, Universa Unimed Exklusiv und Premium, Nürnberger AMed. Auch die Barmenia Krankenversicherung in den MehrKomfort-Tarifen fragt nicht nach Größe und Gewicht, jedoch ob in den letzten 5 Jahren Krankheiten vorlagen oder angeraten sind. Nur, wenn keine Behandlungen wegen der Adipositas vorlag oder vorliegt zum Zeitpunktes und auch sonst keine Erkrankungen bestehen, können die Barmenia Tarife abgeschlossen werden.
Ebenfalls fragt auch die Continentale in den EASY Ambulant-Tarifen nicht nach Größe und Gewicht. Doch sofern sonstige Behandlungen oder Erkrankungen in den letzten 3 Jahren vorlagen und behandelt wurden (außer Grippe, Erkältung, Verspannungen Schilddrüsenunterfunktion), ist dieser Tarif nicht zu empfehlen.