Kostenlos beraten lassen!
04021107660 Montag - Freitag: 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Klimaneutral

Welche stationäre Zusatzversicherung mit Vorerkrakungen abschließen

Krankenhausversicherung Vergleich

Patient 1. Klasse im Krankenhaus

  • die besten stationären 1- und 2-Bettzimmertarife am Markt
  • Wahlärztliche Leistungen auch in Privatkliniken
  • Tarife ohne Wartezeiten
  • inkl. Tarifen ohne Gesundheitsfragen(DKV und AXA)

Welche stationäre Zusatzversicherung bei Vorerkrankungen abschließen?

Der Gesundheitszustand spielt bei Abschluss einer stationären Zusatzversicherung eine große Rolle bezüglich der Konditionen, zu denen ein Antrag angenommen wird.
Während bei psychischen oder schweren chronischen Vorerkrankungen normale stationäre Zusatzversicherungen gar nicht mehr abschließbar sind, unterscheiden sich die verschiedenen Versicherer bezüglich der Annahmefähigkeit bei kleineren Vorerkrankungen wie z.B.: Verspannungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenunterfunktion, Übergewicht usw. sehr stark und es macht Sinn, vor Abschluss bereits abzuklären, zu welchen genauen Konditionen man versicherbar ist.

Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert und überarbeitet durch Dipl. Volkswirt Daniel Steinberger, unserem Experten für die stationäre Krankenzusatzversicherung. Letzte Aktualisierung am 24.03.2025

Krankenhaus

Bei Vorerkrankungen auf die Konditionen achten

Bei leichteren (chronischen) Vorerkrankungen

z.B. Bluthochdruck, Verspannungen, ausgeheilte Unfallschäden, Schilddrüsenerkrankungen (z.B. Hashimoto) und Co

Krankenhauszusatzversicherungen mit offen gestellten Gesundheitsfragen wie z.B. Arag, Gothaer, Barmenia oder auch die Hallesche reagieren hier unterschiedlich streng, verlangen in der Regel aber einen kleinen Risikozuschlag, womit das für den Versicherer als erhöht geltende Risiko mitversichert wäre.
Hier muss man anmerken, dass etwas restriktiver eingestellte Versicherer wie die Arag z.B. in diesem Zusammenhang oft mit Leistungsausschlüssen z.B. bei Schilddrüsenerkrankungen arbeiten. Dieses Risiko wäre dann nicht mitversichert.

Bei diesen leichteren oder bereits ausgeheilten Erkrankungen in den letzten 3 Jahren könnten Tarife mit vereinfachten Gesundheitsfragen wie die stationäre Zusatzversicherung der Nürnberger Krankenversicherung interessanter und günstiger sein, da hier Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Verspannungen oder Schilddrüsenunterfunktion und ähnlichem im Antrag gar nicht anzugeben sind und daher auch keine Auswirkungen auf die Risikobeurteilung haben.

Empfehlenswert bei leichteren (auch chronischen Vordiagnosen) – Vorerkrankung mitversichert

Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang noch die DKV KGZ, da sich dort sehr viele Vorerkrankungen, von Rückenbeschwerden (sogar Bandscheibenvorfall), über leichtere Erkrankungen wie einer Schilddrüsenunterfunktion oder Bluthochdruck, bis hin zu schwereren chronischen Erkrankungen wie Neurodermitis gegen einen Risikozuschlag mitversichern lassen. Insbesondere bei Bandscheibenvorfällen und anderen Rückenbeschwerden ist die stationäre Zusatzversicherung der DKV (Tarife KGZ1 und KGZ2) erste Wahl. Die meisten anderen Versicherer würden in diesem Fall zukünftige Operationen der Wirbelsäule ausschließen, bei der Deutschen Krankenversicherung hingegen wären die Komfortzimmerunterbringung und Chefarztbehandlung bezüglich dieser Diagnosen durch den Mehrbeitrag mitversichert. Die DKV versichert beispielsweise folgende Vordiagnosen gegen Zuschlag mit:
  • Bluthochdruck – 20% Zuschlag
  • Rückenbeschwerden, sogar Bandscheibenvorfall (40% Zuschlag), sofern jedoch bereits eine stationäre Behandlung deswegen angeraten ist oder eine OP in den letzten 4 Jahren stattfand, erhöht der Zuschlag sich auf 80%, zukünftige Krankenhausbehandlung wegen “Erkrankungen, Operationen der Wirbelsäule” wären dann aber auch mitversichert
  • Schilddrüsenerkrankungen, auch Hashimoto oder Morbus Basedow – 20% Zuschlag
  • Gelenkerkrankungen oder auch künstliche Gelenke (z.B. Hüfte, Kniegelenk etc) – 40% Zuschlag, aber mitversichert
  • Allergien z.B. sind hier komplett problemlos und Annahme ohne Zuschlag wäre möglich

Auch die Deutsche Familienversicherung mit ihren Klinikschutz Tarifen und einer Gesundheitsfrage, bei der nur bestimmte chronische Erkrankungen aufgeführt sind, könnte eine Alternative sein. Jedoch gelten dort laufende Versicherungsfälle bzw. Behandlungen im Gegensatz zur DKV nicht als mitversichert.

Sofern Sie sich unsicher sind, welche Zusatzversicherung zu Ihrem derzeitigen Gesundheitsstatus bzw. Ihrer Erkrankungshistorie passen könnte, kontaktieren Sie uns gern. per E-Mail oder telefonisch.

Bei schweren (chronischen) Vorerkrankungen oder Psychotherapeutischen Behandlungen

Schwere Vorerkrankungen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Krebs innerhalb der letzten 4 Jahre, bzw. schwere chronische Erkrankungen wie z.B. Colitis Ulcerosa, HIV, Multiple Sklerose etc. führen bei allen stationären Zusatzversicherungen mit Absicherung der wahlärztlichen Behandlungskosten zu einer Ablehnung.

Für Personen mit oben genannten Vorerkrankungen und sofern den letzten Jahren eine psychische Erkrankung diagnostiziert, behandelt oder ist eine psychotherapeutische Behandlung angeraten ist, wäre die einzige Möglichkeit einer stationären Absicherung eine Krankenhauszusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen. Der Tarif DKV UZ1 oder die Krankenhaustagegeldversicherung Tarif DKV KKHT wären hier noch abschließbar und dort wären sogar die Vorerkrankungen mitversichert, sofern diesbezüglich in den letzten 24 Monaten vor Abschluss noch kein Krankenhausaufenthalt angeraten war. Das gleiche gilt für den Tarif AXA Krankenhaus EASY
Allerdings ist in diesen Fällen, sowohl beim Tarif DKV UZ1, als auch bei AXA Krankenhaus EASY nur die “Wahlleistung der Unterbringung (1- oder 2-Bettzimmer) bzw. eventuelle Komfortzimmerzuschläge, sowie optinal ein Krankenhaustagegeld möglich. Nicht versichert ist in diesen Tarifen die Chefarztbehandlung versicherbar. Optional wäre noch ein Kurtagegld ohne Gesundheitsfragen dort mitversicherbar.

Bei Arthrose wäre derzeit die einzige Möglichkeit der Absicherung ohne Leistungsausschluss der im vorherigen Abschnitt aufgeführte Tarif DKV UZ1 ohne Gesundheitsfragen (1-Bett ohne Chefarzt). Sämtliche vollwertige stationäre Zusatzversicherungenm, welche wahlärztliche Leistungen mitversichern, lehnen bei dieser Diagnose den Antrag generell ab. Mit Leistungsausschluss für die mit Arthrose belasteten Knie- oder Schultergelenke ließe sich ansonsten bei dieser Diagnose noch die UKV KlinikPRIVAT Zusatzversicherung abschließen. So wären auch privatärztliche Wahlleistungen zumindest für alle anderen Erkrankungen noch versicherbar. Aber im Gegensatz zum Tarif DKV UZ1/2 gilt diese Erkrankung dann generell als nicht mitversichert.

Bei psychotherapeutischen Behandlungen in den letzten Jahren

Sofern im Abfragezeitraum des jeweiligen Versicherers nach psychotherapeutischen gefragt wird und diese Frage nicht verneint kann werden kann, so führt dies bei derzeit alllen Tarifen am Markt, die privatärztliche Leistungen mitversichern, zur Ablehnung.
Eine Möglichkeit wäre der oben erwähnte DKV Kombimed UZ1 (ohne Chefarzt) und die Option, sofern später 4 Jahre keine psychotherapeutischen Behandlungen stattfanden bzw. angeraten wurden, den Tarif UZ1/2 in den vollwertigen DKV KGZ 1/2 (mit Chefarzt-Absicherung) zu wechseln.

Für Angehörige bestimmter Berufsgruppen wie (Arzt, Anwalt, Journalist, Steuerberater, aber auch Akademike wie Betriebswirte, Volkswirte) und deren Familienangehörigen besteht die Möglichkeit, die DKV KGZ1/2 Tarife im Rahmen einer Gruppenversicherung mit Kontrahierungszwang zu erhalten (Zuschlag jedoch je nach Diagnose 100-300%, alternativ Leistungsausschluss für die osychische Diagnose.

Vollkommen gesunden Interessenten einer stationären Zusatzabsicherung ist eher zu raten, einen möglichst strengen Versicherer auszuwählen, wie z.B. die Arag, Allianz oder die Barmenia Mehr Komfort. Bei diesen Tarifen ist es wahrscheinlicher, dass die Beiträge langfristig gesehen etwas beitragsstabiler sein werden, da “schlechtere Risiken”, also Versicherte mit Vorerkrankungen, diese Tarife nicht abschließen können und damit die Zahl der Leistungsfälle in diesen Tarifen eher etwas geringer ausfallen dürfte.
Die Tarife der DKV Krankenversicherung sind hingegen insgesamt sehr beitragsstabil, da der Versicherer aufgrund seiner Größe über einen genügend großes Versichertenkollektiv in seiunen Zusatztarifen verfügt, so dass der ein oder andere Kunde mit Vorerkrankungen nicht zu Verwerfungen in der Kalkulation führen kann.

Krankenhaustarife bei Übergewicht

Die meisten stationären Zusatztarife, ausser der oben erwähnten Alternativen ohne Gesundheitsfragen, fragen im Antrag nach Größe und Gewicht. DKV versichert bei den vollwertigen Tarifen DKV KGZ1/2 auch übergewichtige Personen mit Risikozuschlag bis zu einem BMI von 35.
Bei der Barmenia Krankenhausversicherung – Mehr Komfort wird überhaupt nicht nach Größe und Gewicht im Antrag gefragt. Sofern also keine weiteren Erkrankungen vorliegen wäre die Barmenia hier zu empfehlen.
Wer jedoch zusätzlich zum Übergewicht sonstige chronsiche Erkrankungen aufweist, z.B. Bluthochdruck, für den ist die Barmenia eher nicht zu empfehlen (mind. 50% Zuschlag oder Ablehnung) – hier wäre die DKV mit den KGZ1/2 Tarifen empfehlenswerter und versichert Folgen der Vorerkrankung zudem mit.