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Macht die Krankenhauszusatzversicherung wirklich Sinn?

Stationär abgesicht - sinnvolle Krankenzusatzversicherung

Nach Aussage der F.A.Z. vom 18.10.2015 bestehen über 50 Millionen Krankenzusatzversicherungen in Deutschland, aufgeteilt auf die unterschiedlichen Bereiche.
Diese gliedern sich folgendermaßen:

• 18,1 Millionen Verträge für gesetzlich Krankenversicherte
• 2,5 Millionen Pflegezusatzversicherungen
• 3,6 Millionen Krankentagegeldversicherungen
• 7,9 Millionen Krankenhaustagegeldversicherungen
• 22,1 Millionen Auslandsreisekrankenversicherungen

Das Geschäft mit den Zusatzpolicen, im Jahr 2014 immerhin acht Milliarden Euro an Beitragseinnahmen, lohnt sich für die Versicherer definitiv. Wie sinnvoll ist aber gerade eine Krankenhauszusatzversicherung für gesetzlich Versicherte?

Das Zweibettzimmer ist nett, die Behandlung ist entscheidend

In erster Linie kaufen Versicherungsnehmer eine Krankenhauszusatzversicherung, weil sie den Vier- und Fünf-Bett-Zimmern entkommen möchten. Es ist unstrittig, wer in Ruhe rekonvaleszent ist, erholt sich schneller. Wichtiger als die Ruhe im Zimmer ist bei einer Krankenhauszusatzversicherung aber die damit einhergehende Behandlung. Diese Tarife sichern in allen Bereichen die Behandlung durch den Chefarzt zu. Das bedeutet übersetzt, dass der Chefanästhesist die Betäubung vornimmt, der Chefchirurg den Eingriff und so weiter. Betrachtet man einmal eine Krankenhausstation, sind es die Assistenzärzte, die gehetzt durch die Flure laufen. Der Chefarzt, gleich welcher Abteilung, kommt eher entspannt daher. Assistenzärzte haben wenig Zeit, sich ausführlich mit einem Patienten zu befassen, Fragen zu beantworten. Dafür betreuen sie zu viele Kassenpatienten. Die Zahl der Privatpatienten ist demgegenüber in der Regel eher übersichtlich. Den behandelnden Chefärzten steht damit deutlich mehr Zeit für die Betreuung ihrer Patienten zur Verfügung.

Zweiklassengesellschaft im Krankenhaus ist eine Tatsache

Auch wenn es die Ersatzkassen nicht einräumen wollen, auch im Krankenhaus findet sich eine Zweiklassengesellschaft wieder. Wer bei einer ambulanten Behandlung auf einen Termin warten muss, ärgert sich verständlicherweise. Wer im Krankenhaus liegt, hat in der der Regel ein größeres Problem. Um so wichtiger sei es in diesem Fall, so die F.A.Z., auf Ärzte zurückgreifen zu können, welche nicht in den täglichen Stationsstress eingebunden sind. Vor dem Hintergrund, dass die Deutschen im Durchschnitt alle 4,5 Jahre für 7,5 Tage im Krankenhaus sind, macht eine solche Zusatzabsicherung durchaus Sinn.

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