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Professionelle Zahnreinigung
Tipps zur Zahnreinigung
Die professionelle Zahnreinigung dient in erster Linie der Vorbeugung von Karies oder Parodontitis. Die professionelle Zahnreinigung erledigt genau den Teil der Zahnreinigung, den eine Person selbst im Zuge der täglichen Mundhygiene nicht leisten kann. Dabei wird vor allem der Belag auf und zwischen den Zähnen entfernt. Leider ist die professionelle Zahnreinigung selten in den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Um Zähne und Mund aber effektiv zu schützen, sollte die Zahnreinigung alle drei bis sechs Monate bei einem Zahnarzt oder einem Dentalhygieniker durchgeführt werden. Wer sich den recht teuren Spaß nicht ohne Weiteres leisten kann, sollte eine monatliche Zahnzusatzversicherung abschließen, um die Kosten im Rahmen zu halten. In der Zahnversicherung sind dann meistens auch Leistungen wie eine Korrektur eventueller Fehlstellungen der Zähne vorhanden, die im Kindesalter nicht behoben wurden. Für einen geringen Betrag im Monat kann man also eine Menge für sich und sein Wohlbefinden tun.
Was viele Menschen gar nicht wissen: ein intakter Zahnraum steht in engem Zusammenhang mit dem allgemeinen Gesundheitszustand. Besteht z.B. eine so genannte Parodontitis, so kann es im Verlaufe der Krankheit zu weiteren Gesundheitseinbußen kommen. Wissenschaftler vermuten, dass eine ohnehin schmerzhafte Zahnentzündung nach einiger Zeit unter Umständen sogar einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall auslösen kann. Die professionelle Zahnreinigung trägt also dazu bei, dass der Gesamtgesundheitszustand verbessert wird – und Bakterien nicht den Weg hinein in den Körper finden. Die Parodontitis ist eine Entzündung der Zahnfleischtaschen, die in erster Linie durch Bakterienbefall in den Zahnfleischtaschen zurückzuführen ist. Denn die tägliche Mundhygiene kann meist nur den gröbsten Schmutz beseitigen – ein Teil der Bakterien bleibt zurück und kann im schlimmsten Fall Schaden anrichten. Wer die Parodontitis einmal hat, der kommt um eine Wurzelbehandlung nicht drum herum. Der Belag muss dann an den Wurzeln der Zähne entfernt werden, und die Behandlung kann in diesem Zuge recht schmerzhaft sein. Außerdem kann sich die Behandlung über mehrere Monate und Sitzungen erstrecken, so dass die Wurzelbehandlung zu einer großen Belastung werden kann. Besser ist es also, im Voraus dafür zu sorgen, dass Bakterien sich nicht dauerhaft im Mund halten können. Die professionelle Zahnreinigung geht ebenfalls „unter die Haut“: sie entfernt Plaque aus den Zahnfleischtaschen und lässt so gefährlichen Keimen keine Chance mehr. Die Reinigung der Zähne erfolgt dabei mit Hilfe von Ultraschall- und Handinstrumenten. Aber damit nicht genug: Im Anschluss daran wird der gesamte Mundraum antibakteriell behandelt; teilweise kommt dazu der chemische Stoff Chlorhexidin zum Einsatz. Dadurch werden die Zähne gegen erneute Bakterienangriffe versiegelt und werden widerstandsfähiger.
Die professionelle Zahnreinigung wird zumindest teilweise mit einem Pulver-Wasser-Strahl Gerät durchgeführt. Die Zahnoberflächen werden dabei mit Hilfe eines Luft-Wasser-Gemisches gereinigt, dem ein calciumcarbonathaltiges Reinigungspulver zugesetzt wurde. Damit werden vor allem die hartnäckigen Zahnbeläge wie Plaque und Zahnstein entfernt. Nach einer entsprechenden Feinreinigung der Zähne widmet sich der Zahnarzt oder der Dentalhygieniker noch der Politur der Zähne. Durch die Glättung der Oberflächen werden die Zähne unempfindlich gegen Bakterien gemacht. Keime haben so kaum noch die Chance, sich auf einer unebenen Zahnoberfläche festzusetzen. Die Politur wird ähnlich wie mit einem Schmirgelpapier – mit dem man eine Oberfläche glättet und säubert – mit einer gekörnten Paste vorgenommen. Eine abschließende Fissurenbehandlung rundet die professionelle Zahnreinigung entsprechend ab, denn hier werden Spalten und Furchen auf den Kauflächen mit Hilfe eines flüssigen Kunststoffgels versiegelt, so dass Bakterien sich auch hier nicht mehr länger einnisten können und so Entzündungen im Mundbereich hervorrufen.
Natürlich kommt neben der professionellen Zahnreinigung auch der täglichen Mundhygiene eine entscheidende Bedeutung zu. Dabei ist schon die reine Zahnputztechnik eine Herausforderung: generell sollten die Zähne immer vom Zahnfleisch zu den Zähnen geputzt werden. Ein unmotiviertes Darüber gehen oder gar das Rubbeln auf den Zähnen und am Zahnfleisch kann zum allmählichen Rückgang des Zahnfleisches führen. Außerdem kann es zu Zahnfleischbluten kommen. Um diese Resultate von vornherein zu vermeiden, sollte die Zahnbürste immer von rot nach weiß bewegt werden. Eine goldene Regel, die eine Menge Zahngesundheit mit sich bringt!
Die Zahnbürste sollte auf keinen Fall zu hart sein, um das Zahnfleisch nicht zusätzlich zu schädigen. Wer es ganz genau nehmen möchte, kann eine elektrische Zahnbürste verwenden, denn mit dem kleinen routierenden Bürstenkopf kommt sie in jegliche Ecken und reinigt die Zähne sogar fast effektiver als die normale Zahnbürste. Um die Zahnzwischenräume zu säubern, empfiehlt sich die Zahnseide, die jedoch sehr behutsam angewendet werden sollte. Sie kann bei zu fahrlässigem Gebrauch ebenfalls das Zahnfleisch schädigen; man sollte hier also größte Vorsicht walten lassen. Um einer Parodontitis, Zahnstein oder Karies vorzubeugen, sollten die Zähne pro Tag mindestens dreimal geputzt werden. Besonders nach dem Essen entstehen die Bakterien, die bei sofortigem Entfernen keinen großen Schaden anrichten können. Daher macht die Mundhygiene besonders nach den Mahlzeiten Sinn. In letzter Zeit ist es zusätzlich immer populärer geworden, die Zunge ebenfalls von Bakterien zu befreien. Und ist durchaus vernünftig, denn auf der Zungenoberfläche können sich mehrere tausend Bakterien einnisten, die sich dann im Laufe des Tages an den Zähnen zu schaffen machen. Zudem trägt die Zungenreinigung dazu bei, dass Mundgeruch gar nicht erst entstehen kann. Viele Zahnbürsten verfügen mittlerweile über einen extra Schaber, der speziell für die Mundreinigung entwickelt wurde. Eine besonders fluoridhaltige Zahnpasta dient zudem dazu, den Zahnschmelz zu härten und so Bakterien zu widerstehen. Mund und Zähne bleiben so vor Säuren und ähnlichem geschützt.
Wer sich an die oben genannten Tipps zur Zahnreinigung hält, hat mit Sicherheit rundum schöne und gesunde Zähne. Da ist der erste Zahnersatz noch meilenweit entfernt und es entstehen kaum noch Krankheiten im Mundbereich. Doch trotzdem: die professionelle Zahnreinigung sollte zweimal im Jahr zur Routine gehören, denn sie sorgt für den besten Schutz gegen Bakterien. Den kann niemand mit einer normalen Zahnbürste leisten. Eine Zusatzversicherung kostet im Monat ca. 15 – 20 Euro und deckt die verschiedensten Bereiche der Zahnbehandlung ab, die sonst unendlich teuer werden kann. Zum Beispiel lohnt sich die Zusatzversicherung Zahnersatz. Denn meistens trifft es eine Person völlig unerwartet: ein Zahnersatz wird fällig und die Kosten dafür sind vom Patienten selbst zu tragen. Die Zusatzversicherung Zahnersatz übernimmt nicht nur jegliche Zusatzkosten, sie gibt auch ein stetig sicheres Gefühl, dass der Zahnersatz im Alter gesichert ist. Es ist also äußerst wichtig, sich mit der Mundhygiene und den regelmäßigen Besuchen beim Zahnarzt anzufreunden. Ein Mindestmaß an Sauberkeit und Achtsamkeit im Umgang mit Zahnbürste, Zähnen und Zahnfleisch hält nicht nur den Mund in Ordnung, sondern fördert nachhaltig die allgemeine Gesundheit.
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