
Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall ist ein wesentlicher Bestandteil des deutschen Arbeitsrechts. Arbeitnehmer erhalten bei Arbeitsunfähigkeit gemäß Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) für bis zu sechs Wochen ihr volles Gehalt weiter – finanziert durch den Arbeitgeber. Dieser Zeitraum entspricht 100 % des üblichen Nettoentgelts und ermöglicht eine stabile Einkommenssicherung während kurzzeitiger Erkrankungen.
Endet diese sechswöchige Lohnfortzahlung, entsteht für viele Beschäftigte eine deutliche Einkommenslücke. Genau hier setzt eine Lohnfortzahlung-Zusatzversicherung an, die das fehlende Einkommen ab dem 43. Krankheitstag ausgleichen kann.
Ab dem 43. Krankheitstag zahlt die gesetzliche Krankenversicherung Krankengeld. Dieses beträgt:
– etwa 70 % des Bruttogehalts,
– maximal 90 % des Nettoverdienstes.
Durch Abzüge entsteht in der Praxis ein realer Auszahlungsbetrag von nur etwa 60–67 % des letzten Nettoeinkommens. Für Beschäftigte bedeutet das einen Einkommensverlust von rund 33–40 % – oftmals über viele Monate hinweg. Besonders Haushalte mit Kreditverpflichtungen oder hohen Fixkosten sind hier stark betroffen.
Eine Lohnfortzahlungs-Zusatzversicherung ist eine Form des Krankentagegeldes, das zusätzlich zum gesetzlichen Krankengeld ausgezahlt wird. Sie sichert den Verdienstausfall ab dem 43. Krankheitstag und kann so gewählt werden, dass der Einkommensverlust weitgehend ausgeglichen wird.
Die Höhe des versicherten Krankentagegeldes orientiert sich am bisherigen Nettoeinkommen. Versicherer erlauben Arbeitnehmern, genau den Betrag zu versichern, der notwendig ist, um die Versorgungslücke zu schließen.
Da das gesetzliche Krankengeld nur rund zwei Drittel des Nettoeinkommens ersetzt, sollten Arbeitnehmer etwa 30–40 % des Nettogehalts über ein Krankentagegeld absichern.
Beispiel:
Netto vor Krankheit: 2.500 €
Krankengeld netto: ca. 1.600 €
Fehlbetrag: ca. 900 €
→ sinnvoll wären etwa 30 € Krankentagegeld pro Tag.
Klassische Krankentagegeldversicherungen prüfen Gesundheitsdaten wie laufende Behandlungen, frühere Erkrankungen oder längere Arbeitsunfähigkeiten. Diese Gesundheitsprüfung kann zu Risikozuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnungen führen.
Arbeitnehmer mit Vorerkrankungen hatten daher oft Schwierigkeiten, einen passenden Schutz zu finden.
Einige Versicherer bieten mittlerweile Lösungen ohne umfangreiche Gesundheitsfragen an. Ein zentraler Vertreter dieses Ansatzes ist der AXA-Tarif AXA Krankengeld EASY .
Diese Lohnfortzahlungs-Zusatzversicherung verzichtet auf eine klassische Gesundheitsprüfung und ermöglicht damit auch Personen mit Vorerkrankungen den Abschluss. Wichtig ist: Der Tarif sichert Vorerkrankungen in der Regel zuschlagsfrei mit ab, sofern die vereinfachten Annahmebedingungen erfüllt sind. Dadurch erhalten auch Arbeitnehmer, die an chronischen oder älteren Erkrankungen leiden, einen realistischen Zugang zum Krankentagegeldschutz.
Eine allgemeine Übersicht zu Krankentagegeldlösungen ohne Gesundheitsprüfung findet sich hier: Überblick: Krankentagegeldversicherungen ohne Gesundheitsprüfung .
Insbesondere Arbeitnehmer, deren sechswöchige Lohnfortzahlung im Krankheitsfall nicht ausreicht, profitieren von solchen Lösungen. Sie bieten eine einfache Möglichkeit, Einkommenslücken zu schließen und finanzielle Stabilität während längerer Erkrankungen zu sichern.
Eine gezielte Auswahl und die richtige Höhe des Krankentagegeldes sind entscheidend, um die bestehende Versorgungslücke vollständig auszugleichen. Der Tarif AXA Krankengeld EASY stellt hierbei eine besonders zugängliche Alternative dar – gerade für Arbeitnehmer mit bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen.