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Beitragsanpassung Arag Z100 Zahnzusatzversicherung

Montag, 15. Februar 2010

Frage: Ich habe vor einigen Monat die mir zusagende und leistungsstarke Zahnzusatzversicherung Arag Z100 abgeschlossen. Nun erhalten ich eine Mitteilung, dass sich der BEitrag meiner Zahnzusatzversicherung um über 6 Euro zum 1.4.2010 erhöhen soll. Dies finde ich doch echt unverschämt. Können Sie mir eine Zahnzusatzversicherung empfehlen, die stabiler ist im Beitrag und nicht diese hohen Anpassungen vorsieht?

Antwort: Es ist tatsächlich eine ziemliche Erhöhung, die die Arag Z100 da zum 1.4.2010 realisieren muss. Tatsächlich erscheint dies aber auch deshalb so hoch, weil sich der Beitrag auf einen Schlag so stark erhöht. Seit 2005 wurde der Beitrag der Arag Z100 schließlich nicht einmal angepasst.

Nun geschieht eine Anpassung nicht einfach so, der Versicherer darf nicht einfach nach eigenem Belieben die Beiträge erhöhen (auch nicht einfach senken). Ein unabhängiger Treuhänder und Aktuar entscheidet, wann eine Zahnzusatzversicherung ihre Beiträge anpassen darf und sogar muss. Dies wird beispielsweise dann der Fall sein, wenn abzusehen ist, dass sich die Ausgabensituation in der Art entwickeln wird oder schon entwickelt hat, dass die Einnahmen durch die Versicherungsbeiträge der Versicherten, die langfristigen Ausgaben nicht mehr decken können.

Der Grund warum die Ausgaben steigen können ist vielschichtiger Natur: Die einfachste Begründung ist eigentlich, dass die Ausgaben durch die allgemeinen Preissteigerungen, also teurere Arzthonorare, Löhne, Gehälter, Materialkosten usw. steigen. Die allgemeine Inflation liegt bei 3%, im Bereich der Medizin, aufgrund des medizinischen Fortschritt auch deutlich mehr(eher bei bis zu 6-7%). Zudem legen die Versicherten heute vielmehr Wert auf hochwertigen und ästhetisch aussehenden Zahnersatz, was ein zusätzlicher “Preistreiber” ist, denn Qualität hat nun mal ihren Preis, ist aber gewünscht.

Ein weiterer  Faktor ist die höhere Lebenserwartung der Versicherten. Werden die Versicherten insgesamt älter als vor einigen Jahren noch, so gehen diese durchschnittlich natürlich öfter zum Zahnarzt, benötigen öfter Zahnbehandlung und Zahnersatz. Da vor allem für Ältere die Kosten für diese Versorgungen teurer sind als für Jüngere hat dies natürlich einen zusätzlichen Einfluss auf die Kostenentwicklung einer Zahnzusatzversicherung. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt natürlich nicht sprunghaft, doch ist diese in den Sterbetafeln aufgeführt, anhand derer Kranken (und auch Lebensversicherer)-Versicherer zu kalkulieren haben. Diese Sterbetafeln werden nicht jedes Jahr sondern alle paar Jahre erneuert. Bei der Umsetzung dieser neuen Kalkulationsgrundlage kann es natürlich zusätzlich zu einer sprunghaften Anpassung kommen. Dagegn wehren kann sich ein Versicherer nicht, da in Deutschland strenge Kalkulationsgrundsätze zu beachten sind.

Die Arag Z100 Zahnzusatzversicherung bildet Alterungsrückstellungen, um genau diese steigenden Kosten im Alter vorher anzusparen. Verändert sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung die Kalkulationsgrundlage so muss natürlich neu kalkuliert werden. Die Folge sind also steigende Beiträge. Da jedoch seit 5 Jahren keine Beiträge angepasst wurden, kommt die jetzige Erhöhung auf einen Schlag, die Erhöhung bildet also nicht die Kostensteigerungen von nur einem Jahr ab.

Ein weiterer Einflussfaktor sind die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen: Ein reformsicherer Tarif wie die Arag Z100 Zahnversicherung muss stets das Wegfallen von Kassenleistungen im Bereich des Zahnersatzes kompensieren. Fallen hier Leistungen aus dem Gesetzlichen Katalog weg oder passt die GKV einfach die Festzuschüsse an heutige Preise nicht an, so muss die Arag Z100 Zahnversicherung natürlich einen noch größeren Anteil an der Gesamtrechnung erstatten. Mehr als bei Auflage des Tarifs einkalkuliert waren.

Die Alternative wären natürlich stabilere Beiträge, dafür würde ein solcher Tarif im Leistungsfall dann einfach weniger erstatten, genau dies ist natürlich nicht gewünscht, wenn man einen solchen Hochleistungstarif abschließt.

Lohnt es sich die Zahnzusatzversicherung zu wechseln?

Nicht wirklich, jede Zahnzusatzversicherung kalkuliert mit ähnlichen Sterbetafeln und durchschnittlichen Schäden (Kosten für Zahnersatz) pro Kopf. Man kann also davon ausgehen, dass jede Zahnzusatzversicherung die Beiträge von Zeit zu Zeit erhöhen muss. Aus diesem Grund seine Zahnzusatzversicherung zu kündigen, um sich dann wegen ein paar Euro heutiger Ersparnis bei einer anderen Zahnzusatzversicherung zu versichern, wäre sehr kurzfristig gedacht. Denn genauso gut könnte die neue Zahnzusatzversicherung ihre Beiträge nach 2 Jahren wieder anpassen und ist dann teurer als die vorherige usw. Gleichzeitig würde einen selbst eine solche Anpassung umso stärker treffen, wenn man sowieso aufgrund eines höhreren Eintrittsalters schon einen höheren Beitrag zu zahlen hat. Denn schließlich müsste man die insgesamten durchschnittlichen Zahnersatzkosten in einem viel kürzeren Zeitraum “zusammensparen” bzw. einzahlen.

Beitragsanpassungen sind nicht zu verhindern

Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenkasse kann eine gute private Krankenzusatzversicherung die Leistungen, die sie versichert nicht einfach streichen oder kürzen. Die einzige Variabel in dieser Kalkulation sind also die Beitragseinnahmen. In der Gesetzlichen Kranenkasse sind weder die Leistungen noch die Beiträge, die zu zahlen sind sicher. In der privaten Krankenversicherung sind zumindest die Leistungen sicher.

Eine Zahnzusatzversicherung, die vorgibt, die Beiträge niemals erhöhen zu müssen, kann dies nur dann, wenn sie gleichzeitig auch niemals die Leistungen anpasst. Setzt sie beispielsweise ein eigenes Preis-Leistungsverzeichnis als Grundlage ihrer Erstattung fest, so bringt einem im Leistungsfall als Kunde ein günstiger Beitrag nichts, wenn man die durchgeführte Zahnersatzmaßnahme nur in der Höhe erstattet bekommt, die sie möglicherweise vor 10 Jahren gekostet hätte. Zudem hat jede Zahnzusatzversicherung mit der steigenden Lebenserwartung zu kalkuieren, weshalb keine Zahnzusatzversicherung ohne Beitragsanpassungen auskommen dürfte. Es sei denn, sie wäre schon heute viel zu teuer und sammelte mehr Geld ein als sie jemals an Leitstungen erbringt.

Wenn gleich die Beitragsanpassung der Arag Z100 Zahnzusatzversicherung für den Einzelnen kurzfristig etwas ärgerlich sein mag, langfristig führt dies zu einem stabilen und lange existierenden Beitrag.

Auch ohne Zahnzusatzversicherung wäre man schließlich den steigenden Kosten durch die eigene steigende Lebenserwartung unterworfen. Wer also selbst seine Zahnersatzkosten kalkuliert, müsste auch diese Faktoren mit einbeziehen und dementsprechend mit der Zeit immer mehr Geld zurücklegen als noch vor einem Jahr.

Tarife wie die Continentale CEZP werden vermutlich beitragsstabiler sein. Jedoch aufgrund dessen, dass sie sowohl Leistungsbeschränkungen innerhalb der ersten Jahre vorsehen, sowie generelle Beschränkungen, was die Anzahl an Implantaten angeht (max. 6 pro Kiefer). Da die Arag Z100 keine langjährigen Beschränkungen vorsieht, muss dieses hohe Maß an Leistung auch finanziert werden. Aber auch eine Continentale CEZP Zahnversicherung wird von jahr zu Jahr mal die Beiträge erhöhen müssen, da die medizinsche Inflation jeden Tarif trifft.

Zahnzusatzversicherung und GKV-Bonusheft

Donnerstag, 11. Februar 2010

Frage: Ich interessiere mich für ihr Angebot zur Zahnzusatzversicherung in diesem Monat. Nach Sichtung der Vorbedingungen fiel mir auf, dass ein vollständiges Bonusheft (betreffend die letzten zehn Jahre) von Vorteil bei den ggf. in Anspruch zu nehmenden Leistungen ist. Möglicherweise fehlt mir jedoch ein Stempel (ich bin mir nicht sicher, da ich viel im Ausland war, ob ich die Behandlung =Prophylaxe einfach vergessen habe eintragen zu lassen). Gesetzt dem Falle, dass wirklich ein Stempel fehlt, was für ein Angebot könnten Sie mit unterbreiten? Wären dann wirklich nur 80% einiger Leistungen bei Bedarf möglich? Und wenn die Frist nach einigen Jahren vertstreicht, wären wenigstens dann 90% Leistungen möglich?

Antwort: Die Vollständigkeit des Bonusheftes ist erst interessant, wenn Sie eine Zahnersatzmaßnahme benötigen, nicht vorher und natürlich nicht bei jeder Zahnzusatzversicherung.
Wenn Sie also momentan beispielsweise nur lückenlos 4 Jahre zusammen haben, aber erst in 3 Jahren das erste Mal eine Zahnersatzmaßnahme (nicht Zahnbehandlung und Prophylaxe) vorhaben, so hätten Sie dann ja bereits wieder 7 Jahre lückenloses Bonusheft. Zu dem Zeitpunkt würde CSS beispielsweise 85% erstatten. Nach weiteren 3 Jahren schon 90%.
Die Continentale CEZP belohnt bereits nach 5 Jahren lückenlosem Bonusheft, hier gäbe es zum Zeitpunkt der Zahnersatzmaßnahme und vorherigem 5 Jahre lückenlosem Bonusheft bereits 90% der Rechnung.
Arag Z100 und Central prodent zielen nicht auf das Bonusheft ab. Central Prodent erstattet 90% Arag immer 80% egal wie das Bonusheft zur Zeit der Zahnersatzmaßnahme geführt ist.
Wenn Sie also irgendwann in der Zukunft wieder 10 Jahre lückenlos beim Zahnarzt waren, so erhalten Sie für Zahnersatz bei der CSS Zahnversicherung auch die 90% bezogen auf den Rechnungsbetrag bei einer Zahnersatzmaßnahme.
Zahnbehandlung ist bei allen Tarifen natürlich aussen vor und wird von den hier aufgezählten Tarifen zu 100% erstattet, ausser Central prodent.

Arag Z100 bei laufender kieferorthopädischen Behandlung

Freitag, 11. Dezember 2009

Frage: Ich habe gehört, die Zahnzusatzversicherung Arag Z100 wäre eine der besten Zahnversicherungen. Da der Tarif auch kieferorthopädische Leistungen enthält, befürchte ich jedoch, bei einer Antragstellung abgelehnt zu werden, da ich mich gerade in einer laufenden BEhandlung beim Kieferorthopäden befinde. Gibt es trotzdem eine Möglichkeit die Zahnversicherung Arag Z 100 abzuschließen?

Antwort: In der Tat ist es auch bei einer laufenden kieferorthopädischen Behandlung möglich, die Arag Z100 Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Dabei ist es möglich, sofern keine anderen zahnärztlichen Behandlungen neben der kieferorthopädischen Behandlung angeraten sind, diese Zahnzusatzversicherung sogar ohne Einreichen eines zahnärztlichen Beffundberichts abzuschließen. Natürlich ist die laufende oder angeratene kieferorthopädische Behandlung nicht mitversicherbar, wohl aber alle anderen nach Vertragsabschluss eintretenden Versicherungsfälle.

Wer sich also in einer kieferorthopädischen Behandlung befindet und die Arag Z100 Zahnzusatzversicherung trotzdem abschließen möchte, sollte im Antrag die Frage nach einer laufenden oder angeratenen Behandlung zwar mit “Ja” beantworten, im Antrag jedoch vermerken, dass sich dieses “Ja” nur auf eine laufende oder angeratene Kieferorthopädische Maßnahme bezieht und dass man mit einem diese Behandlung und ihre Folgen betreffenden Leistungsausschluss einverstanden ist.

Eine Annahme wäre dann problemlos möglich und man hätte mit der Arag Z100 Zahnzusatzversicherung für den Bereich Zahnbehandlung und Zahnersatz auch ohne den Teilbereich Kieferorthopädie einen hervorragenden Versicherungsschutz.

Wechsel Arag Z70 in Arag Z100

Mittwoch, 22. Juli 2009

Frage: Ich besitze den Tarif Arag Z70 seit mehreren Jahren und möchte in den besseren Arag Z100 Tarif wechseln. Ist dies möglich? Was ist dabei zu beachten? Fallen erneute Wartezeiten an.

Antwort: Der Wechsel vom Arag Z70 in den höherwertigen Zahntarif Arag Z100 ist natürlich grundsätzlich möglich. Hierbei ist zu beachten, dass die Fragen zum Zahnstatus bei diesem Tarifwechsel erneut zu beantworten sind. Das bedeutet also, dass bereits angeratene oder derzeit durchgeführte Behandlungen nicht unter den höherwertigen Versicherungsschutz fallen.

Die allgemeinen Wartezeiten von 3 Monaten (für Zahnbehandlung) und die besonderen Wartezeiten von 8 Monaten (Zahnersatz und Kieferorthopädie) fallen hierbei nur für den Tarifteil an, der hinzugewählt wurde.

Ein Gerichtsurteilt stellte hierbei klar, dass dies analog für die anfängliche Summenbegrenzung gilt. Die Summenbegrenzung beträgt beim Arag Z100 im ersten Jahr 500 Euro und im 2. Versicherungsjahr 1000 Euro. Leistet der Arag Z70 nun 70% bezogen auf den Rechnungsbetrag bei Zahnersatz, so würden die Wartezeiten nur für die Mehrleistungen des Arag Z100 gelten. Auch die Summenbegrenzung in den ersten beiden Jahren gilt nur für den Leistungsteil, um den der Arag Z100 Zahntarif den Arag Z70 Zahntarif überschreitet.

Sofern der Versicherer bei einem derartigen Tarifwechsel darauf aufmerksam macht, dass Wartezeiten bei Höherstufung in einen leistungsstärkeren Tarif nur für die Mehrleistungen gilt, so entschied das Gericht, dass dies auch für die Summenbegrenzung gelte.

Alles andere wäre aus logischer Sicht des Verbrauchers auch wenig sinnvoll, da durch einen Wechsel vom Arag Z70 in den Tarif Arag Z100 ja eine Besserstellung ohne vorübergehende Schlechterstellung des Versicherungsschutzes erreicht werden soll.

Arag Z100 und Vorleistung der Krankenkasse

Mittwoch, 24. Juni 2009

Frage: Ich habe eine Frage zu dem Punkt, dass die ARAG Z100 keine Mehrkosten für Zahnbehandlungen/Kieferorthopädie erstattet, wenn die GKV leistet.
Bedeutet das, sobald die GKV einen Teil der Leistungen übernimmt, erstattet die ARAG nichts mehr von dem Gesamtbetrag, oder habe ich das falsch verstanden? Was genau bedeute “Mehrkosten”?
Es wäre sehr nett, wenn Sie mir das etwas erläutern könnten.

Antwort:

Sie haben das genau richtig verstanden. Die ARAG Z100 Zahnversicherung leistet im Gegensatz zur CSS flexi Zahn top in den Fällen für Zahnbehandlung und Kieferothopädie nicht, wenn eine Vorleistung der Krankenkasse stattfindet.
In der Kieferorthopädie bedeutet dies beispielsweise, dass in den Kieferindikationsgruppen 1und 2 (leichte bis mittlere Kieferfehlstellung) beide Tarife gleichermaßen leisten, da hier die Krankenkasse sowieso nie etwas zahlt, bei Erwachsenen ist dies wiederum egal, da die Kasse hier nie etwas zahlt, somit müsste auch die ARAF Z100 bei KIG3-5 leisten. Hierbei muss man eben bedenken, dass die Krankenkasse stets nur die einfachste Form also das „Kassenmodell“ bezahlt. Mehrkosten könnten anfallen für „unsichtbare „ Zahnspangen etc.

Das gleiche gilt für den Bereich Zahnbehandlung:
Hier leistet die Krankenkasse z.B. für eine Parodontitsbehandlung, allerdings erst ab einer Taschentiefe von mehr als 3,5 mm (sehr spät), Arag und CSS leisten schon viel früher. Wenn nun jedoch eine schwere Parodontitis vorläge(also über 3,5mm)so würde für eine höherwertige Behandlung auf Privatpatientenniveau nur die CSS die Kosten erstatten, denn bei einer Vorleistung „streikt“ der Arag Z100 ja. Andere Beispiele sind die Wurzelbehandlung, hier leistet die Kasse für die günstigste Variante, es gibt jedoch auch wesentlich bessere und erfolgversprechendere Methoden, die allerding wesentlich mehr kosten.
CSS leistet stets für diese Mehrkosten, bei der Arag erhalten Sie eine solche Behandlung nur dann, wenn aufgrund einer bestimmten Diagnose die Krankenkasse eben gar nicht leistet.

Des Weiteren erstattet die CSS Keramikverblendungen bis zum letzten Zahn, während die ARAG Z100 nur bis zum jeweils 5. Zahn erstattet (6er und 7er also ausgeschlossen, aber nur bezüglich der optischen Verblendung, nicht bezüglich des Zahnersatzes selbst). Eine Keramikverblendung kosten ca. 80-100 Euro, diese würde bei der Arag für die betreffenden Zähne dann nicht erstattet werden.

CSS ist also etwas leistungsstärker, allerdings bildet der Tarif eben keine Alterungsrückstellungen und wird jährlich etwas teurer, während der Beitrag bei der ARAG Z 100 Zahnversicherung gleichbleibt. Insgesamt kann man die Arag Z100 aufgrund der wirtschaftlich sinnvollen Leistungseinschränkungen durchaus als beitragsstabil einschätzen.

Professionelle Zahnreinigung und mehrfache Inanspruchnahme pro Jahr

Freitag, 05. Juni 2009

Frage: Ich habe im Internet mehrfach gelesen, dass eine Erstattung der prof. Zahnreinigung in Zahnversicherungen wie der CSS Zahnzusatzversicherung und der ARAG Z100 bis zu 4 mal Jahr möglich ist. Wie kann sich dies für den Versicherer lohnen, wenn das stimmt und jeder Versicherungsnehmer nimmt diese Leistung in Anspruch, wie kann sich dies rechnen für den Versicherer?

Antwort: Es stimmt, dass Zahnversicherungen wie die Arag Z100 und CSS Zahnzusatzversicherung mehrfach und sogar bis zu 4 mal im Jahr (bei hohem Kariesrisiko oder anderen Erkrankungen) erstatten. Sofern Weisheitszähne vorhanden sind, also man insgesamt 32 Zähne besitzt wären dies bei der GOZ Ziffer 405 32 mal (3,5 mal 0,61 (Ziffer 405) = 2,14 Euro pro Zahn) = 68,48 Euro, bei der CSS sogar mehr. Selbst bei einer Insnaspruchnahme von 2 Zahnreinigungen pro Jahr, wäre dies bereits eine große Belastung für eine Zahnversicherung. Wobei noch bedacht werden müsste, dass eine regelmäßige Zahnprophylaxe im Endeffekt auch die Kosten für mögliche Zahnersatzmaßnahmen senkt.

Mit Ihrer Annahme haben sie nicht ganz unrecht, allerding haben die Versicherer anhand von Eintrittwahrscheinlichkeiten und anhand jahrelanger Erfahrungswerte ein ziemlich genaues Bild wieviele prof. Zahnreinigungen im Durchschnitt pro Jahr und Versicherten in Anspruch genommen werden. Da ein Tarif wie die Arag Z100 Zahnversicherung noch dazu ziemlich beitragsstabil ist, scheint man also trotz dieser theoretischen Überlegung nicht befürchten zu müssen, dass sich ein guter Zahntarif nicht halten kann.

Wer mehr als einmal pro Jahr aufgrund eines zahnärztlichenAnratens also eine prof. Zahnreinigung benötigt, der fährt mit den genannten Zahnzusatzversicherungen trotzallem gut und braucht sich keine Gedanken zu machen.

Sinn der Summenbegrenzung bei einer Zahnversicherung

Freitag, 29. Mai 2009

Es gibt Zahnversicherungen mit und es gibt Zahnversicherungen ohne Summenbegrenzung. Hierbei ist noch zu unterscheiden zwischen anfänglichen und generellen Summenbegrenzungen einer Zahnversicherung.

Anfängliche Summenbegrenzungen

Bei einer Zahnversicherung, die anfängliche Summenbegrenzungen vorsieht, kann der Versicherungsnehmer innerhalb der ersten Jahre nur Leistungen bis zu bestimmten Höchstgrenzen zur Erstattung einreichen. Einige Zahnversicherungen, wie die Arag Z100 Zahnzusatzversicherung erstattet beispielsweise innerhalb des ersten Jahres nur maximal 500 Euro und innerhalb des 2. Versicherungsjahres maximal 1000 Euro. Erst ab dem dritten Versicherungsjahr entfallen die Summenbegrenzungen.

Zudem gibt es jedoch auch Zahnzusatzversicherungen, wie beispielsweise die Central prodent, bei der bereits innerhalb des ersten Jahres bis zu 2500 Erstattung möglich sind. Die Höchstgrenzen sind hier also relativ hoch veranschlagt. Dafür gelten die, wenn auch großzügig bemessenen Summenbegrenzungen hier während der ersten 6 Jahre, also relativ lange. Wie auch bei diesen Tarifen entfallen die anfänglichen Summenbegrenzungen bei den meisten Zahnzusatzversicherungen bei einem Unfall.

Generelle Summenbegrenzungen einer Zahnzusatzversicherung

Beide eben genannten Zahnzusatzversicherungen sehen im Prinzip nur anfängliche Summenbegrenzungen vor, die danach komplett entfallen. Es gibt jedoch auch Zahnzusatzversicherungen, die während der gesamten Laufzeit nur innerhalb fest gelegter Höchsterstattungsgrenzen leisten. Ein derartiger Tarif ist beispielsweise die Zahnzusatzversicherung Allianz ZahnBest. Dieser Tarif sieht sowohl innerhalb der ersten Jahre eine anfängliche Summenbegrenzung vor, darüber hinaus gibt es aber noch eine generelle Summenbegrenzung. Denn auch nach einigen Jahren werden hier maximal 8000 Euro Leistungen innerhalb eines Versicherungsjahres erbracht. Generelle Summenbegrenzungen sind insbesondere bei möglichen Großschäden, also schweren Erkrankungen oder Unfällen problematisch, da genau hier große Zahnersatzmaßnahmen die Folge sein könnten, deren Kosten locker auch über 8000 Euro liegen könnten.

Zahnzusatzversicherungen ohne Summenbegrenzungen

Darüber hinaus gibt es aber auch Zahnzusatzversicherungen wie die CSS Zahnzusatzversicherung oder die Barmenia ZG Zahnversicherung, bei denen nach Wegfall der anfänglichen Wartezeit von acht Monaten das volle Leistungsspektrum des Tarifs zur Verfügung steht. Auf anfängliche und generelle Summenbegrenzungen verzichten diese Tarife.

Bedeutung von Summenbegrenzungen

Zwar sind Zahnversicherungen ohne Summenbegrenzungen für den Verbraucher auf den ersten Blick durchaus eine schöne Sache und werbetechnisch sicherlich auch sehr wirksam, doch es müssen die mittel- bis langfristigen Folgen eines Weglassens von Summenbegrenzungen aufgezeigt werden.

Zwar lassen sich bei der CSS Zahnzusatzversicherung keine fehlenden Zähne mitversichern, doch anfängliche Summenbegrenzungen (und auch keine Wartezeiten für Zahnbehandlung) sieht dieser Tarif nicht vor. Die Folge könnte sein, dass vor allem Personen mit schlechten Zähnen (schlechte Risken), die ewig lange nicht beim Zahnarzt waren (also kann eine Behandlung auch noch nicht angeraten worden sein) dazu geneigt sein könnten, eine solche Zahnzusatzversicherung ohne Summenbegrenzung abzuschließen.

Bereits nach kurzer Zeit könnten diese Personen sich auf Kosten der Versichertengemeinschaft die Zähne sanieren lassen. Versicherungsnehmer mit gesunden Zähnen haben von diesem Weglassen der Summenbegrenzung hingegen nicht wirklich viel. Bei dieser Personengruppe wird es möglicherweise erst Jahre später zu einem Bedarf an Zahnersatz kommen. Die durch schlechte Risiken verursachten Kosten sind über den Beitrag und dadurch verursachte Beitragsanpassungen auch von diesen Personen mitzuzahlen.

Zahnzusatzversicherungen mit anfänglichen Summenbegrenzungen sind insofern in den meisten Fällen beitragsstabiler insofern ist eine anfängliche Summenbegrenzung, sofern alle sonstigen Leistungspunkte stimmen, nicht unbedingt schlecht. Eine Zahnzusatzversicherung, die generelle Summenbegrenzungen oder sonstige Leistungseinschränkungen, die über die ganze Laufzeit der Zahnversicherung gelten, vorsieht ist nicht empfehlenswert und sollte nur in letzter Instanz gewählt werden.

Personen mit gesunden und guten Zähnen sollten eine Zahnzusatzversicherung wählen, die gute Prophylaxeleistungen vorsieht und möglicherweise in den ersten Jahren eine kleine Summenbegrenzung vorsieht, die bei Unfällen sowieso entfällt. Eine solche anfängliche Leistungseinschränkung sollte für diese Personengruppe keine Probleme darstellen.

CSS Zahnzusatzversicherung – die beste Zahnversicherung?

Donnerstag, 07. Mai 2009

Frage:Ich habe gehört, die CSS Zahnzusatzversicherung sei die beste Zahnzusatzversicherung, die es gibt. Ist das korrekt?

Antwort: Ob die CSS Zahnzusatzversicherung wirklich die beste Zahnzusatzversicherung ist, die es gibt, das kann man nicht so pauschal sagen. Die CSS Zahnzusatzversicherung gehört sicher mit zu den besten Tarifen, die man als gesetzliche Versicherter als Zahnzusatzversicherung abschließen kann. Doch die CSS Zahnzusatzversicherung ist relativ eigenwillig, aber auch innovativ aufgebaut:

- Die CSS Zahnzusatzversicherung leistet bis zu 90% der Kosten bei Zahnersatz. Diese 90% erhält man allerdings nur dann, wenn ein lückenloses Bonusheft der gesetzlichen Krankenkasse nachgewiesen werden kann. Bei 10 Jahren lückenlosem Bonusheft erstattet die CSS Zahnzusatzversicherung 90% bei 5 Jahren 85%, können auch keine 5 Jahre lückenlose Vorsorgeuntersuchung beim Zahnarzt nachgewiesen, werden von der CSS Zahnversicherung zumindest 80% erstattet.

- Die CSS Zahnzusatzversicherung gibt Rabatte. Da die CSS Zahnzusatzversicherung eigentlich aus 2 Tarifbausteinen besteht, gestaltet sich dies etwas komplizierter. Die Bausteine der CSS Zahnzusatzversicherung sind “flexi Zahnbehandlung” und “flexi Zahnersatz top”. Zusammen ergibt diese Kombination die CSS Zahnzusatzversicherung, die in so manchem Zahnzusatzversicherung Vergleich ganz oben steht. Nun zu den Schadenfreiheitsrabatten: Der Baustein “flexi Zahnbehandlung” ist hiervon ausgenommen. Lediglich der Baustein flexi Zahnersatz top funktioniert nach einem der KFZ-Versicherung ähnlichen Rabattsystem.

Bei Versicherungsbeginn startet man bei der CSS Zahnzusatzversicherung in der SF-Klasse 5, der zu zahlende Beitrag beträgt 100%. Der zu zahlende Beitrag in den Klassen 1-4 beträgt ebenfalls 100%, so dass eine Abstufung nicht zu einem höheren Beitrag führt. Eine Inanspruchnahme von Zahnbehandlungen, also beispielsweise der Prof. Zahnreinigung oder einer Wurzelbehandlung usw. führt nicht zu einer Abstufung der SF-Klasse. Wer also in einem Jahr nur Zahnreinigungen durchführen lassen hat, aber keine Leistunge des flexi-Zahnersatz top Bausteins in Anspruch genommen hat, der wird in die SF-Klasse 6 hochgestuft. Der Teilbeitrag zum flexi-Zahnersatz top Tarif sinkt. Wird eine Zahnersatzmaßnahme zur Erstattung eingereicht, führt dies zu einer Abstufung um 4 Klassen. Wobei eben 100% der höchste zu zahlende Satz ist.

- Zu den Alterungsrückstellungen: Die CSS Zahnzusatzversicherung verzichtet auf die Bildung von Alterungsrükstellungen. Von vornherein ist somit ein jährlicher Beitragssprung einkalkuliert. Dieser liegt bei der CSS Zahnzusatzversicherung in der Regel pro Jahr bei 20-50 Cent. Ab einer bestimmten Altersstufe steigt der Beitrag allerdings nicht mehr durch ein “Alterwerden”, tatsächlich sinkt er sogar. Dieser Beitragssprung durch die erhöhten Altersrisikokosten haben aber nichts mit einer Beitragsanpassung im Sinne der Preissteigerung zu tun. Diese können noch hinzukommen und die Beiträge der CSS Zahnzusatzversicherung, genau wie bei allen anderen Zahnzusatzversicherungen zusätzlich erhöhen.

- Die CSS Zahnzusatzversicherung hat nur eine Mindestlaufzeit von einem Jahr. Die meisten anderen Zahnzusatzversicherung können frühstens nach 2 Jahren gekündigt werden, wobei man eine Zahnzusatzversicherung niemals mit dem Hintergedanken abschließen sollte, sie später wieder zu kündigen.

- Die CSS Zahnzusatzversicherung verzichtet im Bereich der Zahnbehandlung auf Wartezeiten und sieht keine generellen oder anfänglichen Summenbegrenzungen vor. Dieser Umstand ist sicher auf den ersten Blick sehr erfreulich, doch zieht der Verzicht auf Summenbegrenzungen gepaart mit einer Mindestlaufzeit von nur einem Jahr möglicherweise schlechte Risiken an. Schlechte Risiken sind Personen, die in diesem Zusammenhang bei Antragstellung zur CSS Zahnzusatzversicherung über relativ schlechte Zähne verfügen oder jahrelang nicht beim Zahnarzt waren. Sie schließen die CSS Zahnzusatzversicherung mit dem Hintergedanken ab, sie nach der ersten hohen und insgeheim geplanten Behandlung wieder zu kündigen.

Die ehrlichen und gesunden Versicherungsnehmer müssen hier natürlich die Kosten mittragen und somit kann es leicht zu den erwähnten Beitragsanpassungen duch Kostensteigerungen der CSS Zahnzusatzversicherung kommen.

Eine Zahnzusatzversicherung, wie die ARAG Z100 hat sowas miteingeplant und sieht deshalb in den ersten beiden Jahren eine anfängliche Summenbegrenzung vor, die der Versichertengemeinschaft sicherlich zugute kommt, zumindest mittel- langfristig.

Die CSS Zahnzusatzversicherung leistet sicher wesentlich mehr als alle anderen Zahnzusatzversicherungen, doch sollte man unbedingt die Folgen und Hintergründe kennen, so dass man mit guter Grundlage eine Entscheidung für oder gegen die CSS Zahnzusatzversicherung treffen kann.

Deshalb in einem Zahnzusatzversicherung Vergleich unbedingt mit anderen Zahnzusatzversicherungen vergleichen.

Zahnzusatzversicherung bei freier Heilfürsorge

Montag, 06. April 2009

Frage: Ich bin EU-Beamter und erhalte freie Heilfürsorge für EU-Beamte. Da die Leistungen für Zahnbehandlung und Zahnersatz zwar besser als bei der gesetzlichen Krankenkasse sind, jedoch insbesondere im Bereich Zahnersatz und Zahnbehandlung hohe Selbstbehalte vorseheen, bin ich auf der Suche nach einer guten Zahnzusatzversicherung.

Antwort: Für Personen, die die freie Heilfürsorge erhalten bildet die Zahnzusatzversicherung Arag Z100 eine sehr gute Alternative um den Bereich Zahnersatz und Zahnbehandlung abzusichern. Sowohl Soldaten als Empfänger freier Heilfürsorge als auch EU-Beamte können sich in dieser Zahnzusatzversicherung versichern. Zu beachten ist nur, dass beim Arag Z100 nur Zahnärzte in Deutschland aufgesucht werden können, die eine Kassenzulassung besitzen. Des Weiteren muss der Antragsteller zumindest bei Beginn der Zahnzusatzversicherung seinen Wohnsitz in Deutschland haben. Bei Beantragung des Arag Z100 ist ein Sonderformular zur Heilfürsorge auszufüllen.Eine deutsche Kontoverbindung ist ebenfalls von Vorteil.Wer dies beachtet, kann im Tarif Arag Z100 abgesichert werden. Die Zahnzusatzversicherung Arag Z100 leistet im Bereich der Zahnbehandlung (z.B. professionelle Zahnreinigung und vieles mehr) zu 100%. Die Kosten für hochwertigen Zahnersatz, beispielsweise bei einem Implantat, werden zu 80% vom Rechnungsbetrag übernommen (inkl GKV bzw. Leistung der freien Heilfürsorge)

Beitrag Zahnzusatzversicherung berechnen.

Barmenia ZG empfehlenswert?

Donnerstag, 02. April 2009

Frage:Auf der Suche nach einer leistungsstarken Zahnzusatzversicherung ist mir unter anderem der Tarif Barmenia TG aufgefallen. Was sind die Unterschiede zur CSS Zahnzusatzversicherung und zum Arag Z100?

Antwort: Die Barmenia ZG ist eine sehr leistungsstarke Zahnzusatzversicherung im Gegensatz zur CSS Zahnzusatzversicherung und zum Arag Z100 leistet die Barmenia ZG Zahnzusatzversicherung nicht für Zahnbehandlung. Hier lässt sich zwar ein Zusatzbaustein für Zahnvorsorge und Prophylaxe zum Barmenia ZG wählen, jedoch kostet dieser für Erwachsene fast 10Euro extra im Monat. Insgesamt läge das Beitragniveau weit über dem des Arag Z100 (trotz der Bildung von Alterungsrückstellungen) und noch viel höher über der CSS Zahnzusatzversicherung.

Die Barmenia sieht genauso wie die CSS Zahnzusatzversicherung keine Summenbegrenzungen nach der 8 – monatigen Wartezeit vor, was sehr positiv auffällt. Die Barmenia Zahnzusatzversicherung leistet für Implantate,Inlays und sonstigen Zahnersatz 85% vom Rechnungsbetrag. Ein eventuell vorhandener GKV-Bonus kommt sogar noch dazu. Jedoch zahlt die Barmenia ZG Zahnversicherung nicht für mit der Zahnersatzmaßnahme in Zusammenhang stehende funktionsanalytische Maßnahmen, wie dies die Arag Z100 und die CSS Zahnversicherung tun.

Für Personen jedoch, die auf der Suche nach einer leistungsstarken Zahnversicherung ohne Sonderleistungen sind, die möglichst viel für Zahnersatz erstattet, denen der Prophylaxebereich und der Bereich Kieferorthopädie jedoch egal ist, für den kann die Barmenia eine Alternative sein.

Des Weiteren fragt die Barmenia im Antrag nicht nach herausnehmbaren Prothesen, so daß hier eventuell ein Abschluss bei einigen Personen lohnen kann, denn bei der CSS Zahnversicherung werden fehlende und durch heruasnehmbaren Zahnersatz ersetzte Zähne nicht mitversichert.

Bis auf einen relativ hohen Preis, wobei die Barmenia ZG  sogar noch ziemlich günstig ist im Vergleich zu anderen anbietern, kann über den Tarif Barmenia ZG nichts schlechtes gesagt werden, dieser Tarif ist nicht umsonst mit Auszeichnungen geradezu überschüttet worden.  Denn zumindest was den Bereich Zahnersatz angeht, ist der Barmenia ZG hervorragend.