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AOK möchte an Toten verdienen

Dienstag, 30. Juni 2009

Das würden wir alle sicher auch gerne. Es wäre doch zu schön, wenn man einfach die Rente eines verstorbenen Familienmitglieds oder auch nur eines Bekannten oder Nachbarn für einige Zeit auch nach dem Tod der betreffenden Person selbst kassieren könnte.

Sicherlich haben das schon einige versucht, sind aber, manchmal auch Jahre später, damit böse aufgefallen und durften die Konsequenten in Form einer Rückzahlung und Strafzahlung ausbaden.

Die AOK hingegen meint es anscheinend ernst. So fordert der Bundesverband der Allgemeinen Ortkrankenkasse (AOK) eine „Annualisierung der Ausgaben Verstorbener“. Das bedeutet eben das, was oben als Überschrift steht. Stirbt ein Kassenmitglied, so sollen die Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds bis zum Ende des Jahres erfolgen.

Begründet wird dies mit höhren Ausgaben bei schwerkranken Personen, die vor allem kurz vor deren Tod anfallen sollen. Profitieren würde von einer solchen Regelung natürlich die AOK selbst, da diese im Durschnitt über den Ältesten und krankesten Mitgliederstamm verfügt. Kein wunder also, dass derartige Forderungen aus den Reihen der AOK erfolgen.

Nun ist es so, dass ein erhöhtes Risiko aufgrund bestimmter Krankheiten und die damit verbundenen höheren Kosten sowieso bereits durch den Gesundheitsfonds “gerecht” umverteilt werden sollen. Natürlich funktioniert dies in der Praxis anscheinend nicht, daher folgen stetig weitere solcher komischen Forderungen.

Überhaupt werden Kassen durch höhere Zahlungen aus dem Gesundheitsfonds dann belohnt, wenn sie möglichst viele Mitglieder versichern, die über eine schwere Erkrankung “verfügen”, die auf einer speziellen “Krankheitenliste” aufgeführt sind.

Es liegt also wahrscheinlich im Interesse, wenn ein Arzt genau die Diagnosen stellen würde, die auf dieser Liste vorhanden sind. Schwer kranken Personen, die an einer Kranheit leiden, die gerade nicht auf dieser Liste aufgeführt ist, erhalten keine Bezuschussung, bzw. die Kasse für diese Personen. Eine frgawürdige Entwicklung, die das gesamte Gesundheitssystem angenommen hat.