Gesetzliche Krankenkassen – Wettbewerb und die Folgen
Seit Beginn des Jahres müssen Krankenkasse mit einem einheitlichen Beitragssatz aufkommen. Während in den letzten Jahren ein Buhlen um neue Mitglieder über eine Aussicht auf Beitragsersparnis für die Versicherten ging, ist dies nun bei einem einheitlichen Beitragssatz nicht mehr möglich.
Um als gesetzliche Krankenkasse eine Daseinsberechtigung zu behalten, versuchen die meisten, egal ob AOK, BKK oder die Ersatzkrankenkassen durch Wahltarife und hohe Bonuszahlungen an die gesunden Versicherten, diese als Kunden zu behalten bzw. neue gesunde und gut verdienende Beitragszahler als Mitglieder zu gewinnen. Bis zu 500 Euro und mehr werden so dem Versicherten in Aussicht gestellt. Bei Teilnahme an einem Bonusprogrammen zahlt die gesetzliche Krankenkasse diese Summen für Versicherungsbeiträge, Zusatzversicherungen oder für das Fittnessstudio, Rückenschule oder ähnliches.
Dies macht durchaus Sinn und ist sicher zum Vorteil für einen jeden gesunden Versicherten. Doch was sich auf den ersten Blick sehr positiv und sinnvoll anhört birgt große Gefahren für die medizinische Versorgung und die langfristige Bereitstellung einer ambulanten ärztlichen Versorgung. Während dem gesunden Versicherten eine hohe Prämie in Aussicht gestellt wird, die er bei Teilnahme an Bonusprogrammen erhält, fehlt dieses Geld denjenigen, die es benötigen.
Beispielsweise steht für die Behandlung eines Hautkranken beim Facharzt nur ein Budget von nicht einmal 7 Euro im Monat zur Verfügung. Egal wie oft dieser eine Behandlung in Anspruch nehmen muss. Unter diesem Vorraussetzungen sind viele ambulante Arztpraxen sogar Insolvenz gefährdet. Die besten Ärzte wandern ins Ausland ab und Arztpraxen in ländlichen Gebieten müssen schließen.
Es ist nicht einmal so, dass dem gesetzlichen Krankenversicherungssystem so viel Geld fehlen würde, dies wird nur in völlig falscher Art und Weise verteilt. Statt es genau für die Dinge auszugeben, für die es von den Beitragszahlern in einem Solidarsystem eingesammelt wird, wird mittlerweile ein großer Teil beispielsweise für den Vertrieb und Mitgliedergewinnung und Rückgewinnung ausgegeben. Ein großer Irrsinn, angesichts der Tatsache, dass alle Krankenkassen an den gesetzlichen Leistungskatalog gebunden sind und somit auch die selben Leistungen bereitstellen müssen.
In derartiger Weise führt der Weg der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung sicherlich in die völlig falsche und sogar in eine gefährliche Richtung. Wer kann sollte sich von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen und in eine private Krankenversicherung wechseln.
Gesetzlich versicherte Beitragszahler, die sich nicht von der Versicherungspflicht befreien lassen können, sollten sich zumindest von der Budgetierung der Krankenkassen lösen. Gerade diese Personen sollten von Bonuszahlungen und Bonusprogrammen der Krankenkassen versuchen möglichst viel ihrer Beiträge zurückzuerhalten, gleichzeitig sollten sie nicht auf die gesetzliche Krankenkasse mit ihrem Sachleistungsprinzip bauen, sondern in das Kostenerstattungsprinzip wechseln.
Dazu sollte eine ambulante Zusatzversicherung abgeschlossen werden. So ist man nicht mehr von den Budgetierungen der Krankenkassen abhängig. Die Folge ist eine langfristig gesicherte hochwertige medizinische Versorgung im ambulanten Bereich und der Status wie ein Privatpatient.
private Krankenkasse…
Weiss eigentlich jemand was darueber ob sich zum Thema http://www.Versicherung-Online.net Krankenversicherung” Blogarchiv … in letzter Zeit irgendwas in den Gesetzen geaendert hat? Es gibt derat viele unterschiedliche Berichte zu Stichworten wie private Kr…