Zahnzusatzversicherung
Zahnzusatzversicherung und die GOZ-Reform
Die GOZ (Gebührenordnung für Zahnärzte)-Novellierung führt zu steigenden Zahnarzthonoraren von bis zu 6%. Das führt selbstverständlich dazu, dass die Kosten für Zahnersatz, welche sich aus den Kosten für das Material und das Labor und eben dem Honorar für den Zahnarzt zusammensetzen um ca. 4% steigen werden.
Nicht spurlos dürft dies auch an den Beiträge reformsicherer Zahnzusatzversicherungen vorübergehen, welche ihre Leistungen bedingungsgemäß stets an die aktuelle Situation der jeweils gültigen Gebührenordnung für Zahnärzte anpasst.
Das heisst also, dass die nächsten Beitragsanpassungen bei hochwertigen Zahnzusatzversicherungen, wie beispielsweise CSS flexi, Arag, Barmenia ZG Plus wahrscheinlich in den nächsten 1-2 Jahren folgen und der Monatsbeitrag steigen wird.
So ärgerlich dies auch ist, daran wird kein Zahnversicherer vorbeikommen. Selbst, wenn der ein oder andere Tarif noch keine Beitragsanpassung vornimmt, sondern wartet, bis Konkurrenztarife die neue GOZ-Reform im Beitrag einkalkuliert haben, wird die Ausgabensteigerung jeden Treffen.
Aus diesem Grund sollte man sich zudem genau überlegen, ob die vorhandene Zahnzusatzversicherung einfach kündigt und zu einem anderen Versicherer wechselt, denn auch dort ist eine Beitragsanpassung wahrscheinlich. Schuld an einer solchen möglichen Beitragsanpassung ist auch nicht der Versicherer, sondern einfach die Situation und die Kostensteigerung im dentalen Gesundheitssektor, die nunmal im Beitrag der Zahnzusatzversicherung berücksichtigt werden muss.
Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie bei Erwachsenen
Viele Interessenten einer Zahnzusatzversicherung wünschen sich den Einschluss kieferorthopädischer Behandlungen in den Versicherungsschutz. Obwohl es Zahnzusatzversicherungen gibt, die kieferorthopädische Behandlungen auch bei Erwachsenen erstatten, muss einem dabei folgendes bewusst sein: Eine Zahnzusatzversicherung Kieferorthopädie leistet niemals für einen bereits eingetretenen Versicherungsfall.
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Unisextarife kommen – Was bedeutet das für eine Versicherung Zahnersatz?
Ab 2013 wird es auch in der Privaten Krankenversicherung keinen Unterschied mehr machen, ob die zu versichernde Person männlichen oder weiblichen Geschlechts ist. Der zu zahlende Monatsbeitrag wird dann nur noch vom Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss und dem Alter des Versicherten abhängen. Schauen wir uns dies am Beispiel der Zusatzversicherung für Zahnersatz einmal an.
JA dental : Neue Zahnzusatzversicherung im Mittelklassesegment
Im Bereich der hochklassigen Zahnzusatzversicherungen gab es in den letzten 2-3 Jahren enorme Fortschritte und viele neue Tarifvarianten. Was dabei viele ausser acht gelassen haben, war das mittelpreisige Segment. Also Zahnzusatzversicherungen ohne großen Schnickschnack, zum anständigen Preis und eine durchaus empfehlenswerten Erstattungsleistung für Zahnersatz.
Der Tarif Arag Z70 war in diesem Zusammenhang ein würdiger Vertreter mit einer Erstattungsleistung von 70% des Rechnungsbetrags ohne nennenswerte Leistungseinschränkungen bezüglich hochwertigen Zahnersatzes, dazu zu einem sehr ansprechenden Preis. Das Problem was in diesem Segment viele andere Zahnzusatzversicherungen oft hatten, war, dass wichtige Leistungsbereiche, wie die Augmentation (Knochenaufbau), Funktionsanalyse fehlten, bzw. generelle Summenbegrenzungen oder Begrenzungen bezüglich der Anzahl an Implantaten und Inlays vorhanden waren.
Zahnzusatzversicherung – Mitwirkungspflichten des Arztes
In einem aktuellen Urteil hat das Landgericht Düsseldorf 9.07.2010 (Az.: 3 O431/02) eine sehr interessantes Urteil zu Gunsten der Patienten bezüglich der Nebenpflichten einer Auskunftserteilung des Arztes im Leistungsfall getroffen.
Im genannten Fall reichte ein Patient den vom Zahnarzt erhaltenen Heil- und Kostenplan für eine Zahnersatzmaßnahme zur Prüfung und Kostenerstattung bei seiner privaten Krankenversicherung (Zahnzusatzversicherung) ein. Die Höhe des Eigenanteil belief sich auf ca. 2700 Euro.
Da die Rechnung für den Versicherer nicht eindeutig gestellt war, sondern vielmehr einige GOZ-Ziffern doppelt in Rechnung gestellt wurden kam es zu Rückfragen beim behandelnden Zahnarzt. In der Zwischenzeit bezahlte der Patient die offene Rechnung beim Zahnarzt nicht, sondern warte eben bis zur einer Leistungszusage des Versicherers ab.
Der Zahnarzt widerum bestand auf die sofortige Zahlung des Patienten und weigerte sich die offene Rückfrage zu beantworten, solange die Rechnung nicht beglichen sein.
Letzendlich verklagte der Zahnarzt den Patienten auf Zahlung, bekam aber insofern kein Recht, dass es dem Patienten zustehe, von seinem Zahnarzt sämtliche Unterstützung bezüglich der Auskunftserteilung gegenüber der Zahnzusatzversicherung zu erhalten, die nötig sein, um den Leistungsanspruch ausreichend zu prüfen.
Die Auskunftspflicht des Zahnarzt stellt ein Nebenpflicht des geschlossenen Behandlungsvertrags dar und eine Verletzung dieser Nebenpflicht liefert ausreichenden Grund für eine Zurückhaltung der Zahlung bis zur abschließenden Prüfung.
Der Versicherte ist gegenüber dem Versicherer zur vollständigen Auskunftserteilung verpflichtet und hat hierwiederum einen Anspruch gegenüber seinem Heilbehandler, da nur dieser in der Lage ist alle nötigen Informationen zu liefern, die letztendlich zur Leistungsabwicklung benötigt werden. Dem Arzt ist die Mitwirkungspflicht in jedem Fall zuzumuten, so das Urteil.
JA dental plus
Die JA dental plus ist zwar etwas leistungsschwächer als die CSS flexi Zahnversicherung, doch der sehr niedrige Beitrag und das hohe Leistungsniveau, welchen den Zahnzusatzversicherung Vergleich mit anderen Tarifen nicht zu scheuen braucht, sorgen dafür, dass sich die JA dental plus Zahnversicherung aus dem Hause der Janitos (Tochter der Gothaer Krankenversicherung AG) zu einer der am derzeit am meisten abgeschlossenen Zahnzusatzversicherungen im Hochleistungssektor wird.
Wir finden: Zu Recht. Die Tarifbedingungen der Ja dental plus, sind klar und transparent geschrieben. Des Weiteren versichert der Tarif alle wichtigen und Exitenz bedrohenden Leistungen, die im Zusammenhang mit Zahnersatz anfallen können und auf die nicht verzichtet werden kann. Weniger wichtige Kostentreiber-Leistungen wie die Prof. Zahnreinigung sind zwar auch enthalten, aber eben nur in einem solchen Rahmen, dass sie die Existenz dieses Tarifs für die Versichertengeminschaft nicht gefährden.
JA dental plus ist also in jedem Fall eine Empfehlung wert.
Beitragsanpassung CSS flexi Zahnzusatzversicherung
Frage: Ich bin auf der Suche nach einer leistungsstarken Zahnzusatzversicherung ohne Begrenzungen der Leistungen für Zahnbehandlungen, insbesondere der Prof. Zahnreinigung. Dabei sind mit vor allem die Tarife Arag Z100 und die CSS Zahnzusatzversicherung (CSS flexi Zahnbehandlung und Zahnersatz top) aufgefallen. Nun habe ich erfahren, dass die Arag Z100 vor einigen Monaten massiv den Beitrag angepasst hat. Die CSS Zahnzusatzversicherung ist ja nun deutlich günstiger, woran liegt das und ist zu erwarten, dass die CSS flexi Zahnzusatzversicherung ähnlich teuer wird?
Antwort: Sowohl die Arag Z100 Zahnzusatzversicherung als auch die CSS Zahnzusatzversicherung sind mittlerweile nahezu die einzigen Zahntarife, die für Zahnbehandlungen und auch die Prophylaxe keine Summenbegrenzungen vorsehen, sondern bei medizinischer notwendigkeit in diesem Bereich nahezu unbegrenzt leisten. Die Beitragsanpassung der Arag Zahnzusatzversicherung war daher nach einigen Jahren unumgänglich. Auch wenn der Beitrag der Arag Zahnversicherung um bis zu 5-7 Euro/Monat gestiegen ist, muss man sagen, dass es dieser Tarif in jedem Fall wert ist.
Ähnliches ist aus diesem Grund sicherlich auch bei der CSS Zahnzusatzversicherung in den nächsten Monaten sehr wahrscheinlich, da dieser Tarif noch leistungsstärker ist und zudem im Bereich der Zahnbehandlungen nicht einmal Wartezeiten vorsieht. Gleichzeitig ist natürlich die Antragsprüfung bei der CSS Versicherung deutlich strenger, doch trotzdem ist davon auszugehen, dass auch die CSS Zahnversicherung in den kommenden 6 Monaten nicht um eine Beitragsanpassung zwischen 2-5 Euro/ Monat umhin kommen wird. Denn zaubern kann keine Versicherung. Es kann stets nur das ausgeschüttet werden, was auch eingenommen wird.
Wer als Versicherter eine absolute Hochleistungs-Zahnzusatzversicherung sucht ist nach wie vor, auch nach einer möglichen Beitragserhöhung bei der CSS Zahnzusatzversicherung extrem gut aufgehoben. Wer derzeit über den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung nachdenkt und wem bereits heute der Beitrag der CSS flexi Zahnversicherung für die eigenen Bedürfnisse grenzwertig erscheint, der sollte lieber gleich überlegen, auf eine andere Zahnzusatzversicherung auszuweichen, was dann allerdings zwangsläufig auch die Inkaufnahme von schlechteren Leistungen oder anfänglichen Leistungsbeschränkungen bedeuten wird.
Mögliche Alternativen, die natürlich immer nur deshalb günstiger sind, weil sie beispielsweise anfängliche Summenbegrenzungen oder Leistungsstaffeln verwenden oder ein eigenes Preis-Leistungsverzeichnis verwenden, wären z.B Janitos dental plus, aber auch die Barmenia ZG PLus Ebenfalls sehr beitragsstabil, aber eben ohne den Leistungsbereich Zahnbehandlung ist die Central prodent.
Fakt ist: In den seltensten Fällen kann man von einer überteuerten oder extrem günstigen Zahnzusatzversicherung sprechen. Leistung hat ihren Preis. Selbst nach einer möglichen Beitragsanpassung bleibt also festzuhalten, dass die CSS Zahnzusatzversicherung noch immer die leistungsstärkste Zahnversicherung darstellt. Wer einen geringen Beitrag bei einer Zahnzusatzversicherung sucht, muss in diesem Fall immer auch geringe Leistungen in Kauf nehmen. Es bleibt also eine Frage der persönlichen individuellen Bedürfnisse und Nachfrage. Wer Premiumleistung wünscht, wird bei der CSS Versicherung immer richtig sein, denn diese garantiert höchste Leistung auf Privatarztniveau. Wer es in diesem Sinne “billig” bzw. einen niedrigen Beitrag wünscht, muss einfach Abstriche in der Leistung machen. Auch ein kurzfristig günstigerer Tarif kann schon morgen wieder teurer sein, ein ständiger Wechsel der Zahnzusatzversicherung macht insofern nur wenig Sinn. Wer eine gute Zahnzusatzversicherung (natürlich immer leistungsschwächer als die CSS flexi) zum beitragsstabilen niedrigen Preis such, solle auf einen der oben genannte Tarife ausweichen.
In jedem Fall sollte man sich eines klar machen: Schuld an der Beitragsanapssung ist das Verhalten der Versicherten. Es kann einfach nicht funktionieren, wenn man regelmäßig nur einen Betrag X einzahlt, aber einen Betrag X + Y wieder rausholen möchte. Wenn dies im Durchschnitt jeder macht, muss logischerweise der Beitrag steigen.
Anmerkung 21.09.2010 : Es ist nur klar, dass der Beitrag für die Bausteine tatsächlich angepasst werden und je nach Altersgruppe und Geschlecht zwischen 3-7 Euro pro Monat steigen werden. Dies entspricht ca. 15-20%.
Wer weiterhin die beste Zahnzusatzversicherung besitzen möchte, der sollte auf jeden Fall bei diesem Tarif bleiben. Ein Wechsel sollte gut durchdacht sein und nur dann in Erwägung gezogen werden, wenn keine Behandlungen derzeit anstehen, da diese beim neuen Versicherer nicht mitversichert wären.
Wer sich trotzdem dazu entschließt die Zahnzusatzversicherung zu wechseln, der sollte sich diesmal wirklich darüber Gedanken machen, was er von seiner Zahnversicherung erwartet. Die beste Leistung gibt es nicht zum kleinsten Preis, die beste Leistung wird man nach wie vor nur bei der CSS flexi Zahnzusatzversicherung erhalten. Ein günstigerer Beitrag ist sehr wohl möglich, allerdings dann nur unter Inkaufnahme von geringeren Leistungen oder Summenbegrenzungen. Da es sich nicht lohnt jedes Jahr von einer zur anderen Zahnzusatzversicherung zu “hüpfen” sollte man sich unbedingt bewusst machen, was einem wichtig ist. Zanersatzkosten werden einen auf jeden Fall irgendwann ereilen. Eine Zahnzusatzversicherung ist aus diesem Grund immer ein Thema, doch lässt sich dies einerseits mit einem Hochleistungstarif managen, der jedoch so wie die CSS flexi Zahnzusatzversicherung seinen Preis hat oder aber mit einem Grundschutz, beispielsweise Arag Z50/90 der nur einen größeren Teil der Zahnbehandlungs- und Zahnersatzkosten abdeckt, dafür aber deutlich günstiger ist. Bei der 2. Alternative muss man sich jedoch bewusst machen, dass man zusätzlich locker 15-20 Euro pro Monat auf die “Hohe Kante” legen muss, um im Ernstfall über genügend finanziellen Puffer zu verfügen.

