Beitragsanpassung Arag Z100 Zahnzusatzversicherung

Frage: Ich habe vor einigen Monat die mir zusagende und leistungsstarke Zahnzusatzversicherung Arag Z100 abgeschlossen. Nun erhalten ich eine Mitteilung, dass sich der BEitrag meiner Zahnzusatzversicherung um über 6 Euro zum 1.4.2010 erhöhen soll. Dies finde ich doch echt unverschämt. Können Sie mir eine Zahnzusatzversicherung empfehlen, die stabiler ist im Beitrag und nicht diese hohen Anpassungen vorsieht?

Antwort: Es ist tatsächlich eine ziemliche Erhöhung, die die Arag Z100 da zum 1.4.2010 realisieren muss. Tatsächlich erscheint dies aber auch deshalb so hoch, weil sich der Beitrag auf einen Schlag so stark erhöht. Seit 2005 wurde der Beitrag der Arag Z100 schließlich nicht einmal angepasst.

Nun geschieht eine Anpassung nicht einfach so, der Versicherer darf nicht einfach nach eigenem Belieben die Beiträge erhöhen (auch nicht einfach senken). Ein unabhängiger Treuhänder und Aktuar entscheidet, wann eine Zahnzusatzversicherung ihre Beiträge anpassen darf und sogar muss. Dies wird beispielsweise dann der Fall sein, wenn abzusehen ist, dass sich die Ausgabensituation in der Art entwickeln wird oder schon entwickelt hat, dass die Einnahmen durch die Versicherungsbeiträge der Versicherten, die langfristigen Ausgaben nicht mehr decken können.

Der Grund warum die Ausgaben steigen können ist vielschichtiger Natur: Die einfachste Begründung ist eigentlich, dass die Ausgaben durch die allgemeinen Preissteigerungen, also teurere Arzthonorare, Löhne, Gehälter, Materialkosten usw. steigen. Die allgemeine Inflation liegt bei 3%, im Bereich der Medizin, aufgrund des medizinischen Fortschritt auch deutlich mehr(eher bei bis zu 6-7%). Zudem legen die Versicherten heute vielmehr Wert auf hochwertigen und ästhetisch aussehenden Zahnersatz, was ein zusätzlicher “Preistreiber” ist, denn Qualität hat nun mal ihren Preis, ist aber gewünscht.

Ein weiterer  Faktor ist die höhere Lebenserwartung der Versicherten. Werden die Versicherten insgesamt älter als vor einigen Jahren noch, so gehen diese durchschnittlich natürlich öfter zum Zahnarzt, benötigen öfter Zahnbehandlung und Zahnersatz. Da vor allem für Ältere die Kosten für diese Versorgungen teurer sind als für Jüngere hat dies natürlich einen zusätzlichen Einfluss auf die Kostenentwicklung einer Zahnzusatzversicherung. Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt natürlich nicht sprunghaft, doch ist diese in den Sterbetafeln aufgeführt, anhand derer Kranken (und auch Lebensversicherer)-Versicherer zu kalkulieren haben. Diese Sterbetafeln werden nicht jedes Jahr sondern alle paar Jahre erneuert. Bei der Umsetzung dieser neuen Kalkulationsgrundlage kann es natürlich zusätzlich zu einer sprunghaften Anpassung kommen. Dagegn wehren kann sich ein Versicherer nicht, da in Deutschland strenge Kalkulationsgrundsätze zu beachten sind.

Die Arag Z100 Zahnzusatzversicherung bildet Alterungsrückstellungen, um genau diese steigenden Kosten im Alter vorher anzusparen. Verändert sich aufgrund der steigenden Lebenserwartung die Kalkulationsgrundlage so muss natürlich neu kalkuliert werden. Die Folge sind also steigende Beiträge. Da jedoch seit 5 Jahren keine Beiträge angepasst wurden, kommt die jetzige Erhöhung auf einen Schlag, die Erhöhung bildet also nicht die Kostensteigerungen von nur einem Jahr ab.

Ein weiterer Einflussfaktor sind die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkassen: Ein reformsicherer Tarif wie die Arag Z100 Zahnversicherung muss stets das Wegfallen von Kassenleistungen im Bereich des Zahnersatzes kompensieren. Fallen hier Leistungen aus dem Gesetzlichen Katalog weg oder passt die GKV einfach die Festzuschüsse an heutige Preise nicht an, so muss die Arag Z100 Zahnversicherung natürlich einen noch größeren Anteil an der Gesamtrechnung erstatten. Mehr als bei Auflage des Tarifs einkalkuliert waren.

Die Alternative wären natürlich stabilere Beiträge, dafür würde ein solcher Tarif im Leistungsfall dann einfach weniger erstatten, genau dies ist natürlich nicht gewünscht, wenn man einen solchen Hochleistungstarif abschließt.

Lohnt es sich die Zahnzusatzversicherung zu wechseln?

Nicht wirklich, jede Zahnzusatzversicherung kalkuliert mit ähnlichen Sterbetafeln und durchschnittlichen Schäden (Kosten für Zahnersatz) pro Kopf. Man kann also davon ausgehen, dass jede Zahnzusatzversicherung die Beiträge von Zeit zu Zeit erhöhen muss. Aus diesem Grund seine Zahnzusatzversicherung zu kündigen, um sich dann wegen ein paar Euro heutiger Ersparnis bei einer anderen Zahnzusatzversicherung zu versichern, wäre sehr kurzfristig gedacht. Denn genauso gut könnte die neue Zahnzusatzversicherung ihre Beiträge nach 2 Jahren wieder anpassen und ist dann teurer als die vorherige usw. Gleichzeitig würde einen selbst eine solche Anpassung umso stärker treffen, wenn man sowieso aufgrund eines höhreren Eintrittsalters schon einen höheren Beitrag zu zahlen hat. Denn schließlich müsste man die insgesamten durchschnittlichen Zahnersatzkosten in einem viel kürzeren Zeitraum “zusammensparen” bzw. einzahlen.

Beitragsanpassungen sind nicht zu verhindern

Im Gegensatz zur Gesetzlichen Krankenkasse kann eine gute private Krankenzusatzversicherung die Leistungen, die sie versichert nicht einfach streichen oder kürzen. Die einzige Variabel in dieser Kalkulation sind also die Beitragseinnahmen. In der Gesetzlichen Kranenkasse sind weder die Leistungen noch die Beiträge, die zu zahlen sind sicher. In der privaten Krankenversicherung sind zumindest die Leistungen sicher.

Eine Zahnzusatzversicherung, die vorgibt, die Beiträge niemals erhöhen zu müssen, kann dies nur dann, wenn sie gleichzeitig auch niemals die Leistungen anpasst. Setzt sie beispielsweise ein eigenes Preis-Leistungsverzeichnis als Grundlage ihrer Erstattung fest, so bringt einem im Leistungsfall als Kunde ein günstiger Beitrag nichts, wenn man die durchgeführte Zahnersatzmaßnahme nur in der Höhe erstattet bekommt, die sie möglicherweise vor 10 Jahren gekostet hätte. Zudem hat jede Zahnzusatzversicherung mit der steigenden Lebenserwartung zu kalkuieren, weshalb keine Zahnzusatzversicherung ohne Beitragsanpassungen auskommen dürfte. Es sei denn, sie wäre schon heute viel zu teuer und sammelte mehr Geld ein als sie jemals an Leitstungen erbringt.

Wenn gleich die Beitragsanpassung der Arag Z100 Zahnzusatzversicherung für den Einzelnen kurzfristig etwas ärgerlich sein mag, langfristig führt dies zu einem stabilen und lange existierenden Beitrag.

Auch ohne Zahnzusatzversicherung wäre man schließlich den steigenden Kosten durch die eigene steigende Lebenserwartung unterworfen. Wer also selbst seine Zahnersatzkosten kalkuliert, müsste auch diese Faktoren mit einbeziehen und dementsprechend mit der Zeit immer mehr Geld zurücklegen als noch vor einem Jahr.

Tarife wie die Continentale CEZP werden vermutlich beitragsstabiler sein. Jedoch aufgrund dessen, dass sie sowohl Leistungsbeschränkungen innerhalb der ersten Jahre vorsehen, sowie generelle Beschränkungen, was die Anzahl an Implantaten angeht (max. 6 pro Kiefer). Da die Arag Z100 keine langjährigen Beschränkungen vorsieht, muss dieses hohe Maß an Leistung auch finanziert werden. Aber auch eine Continentale CEZP Zahnversicherung wird von jahr zu Jahr mal die Beiträge erhöhen müssen, da die medizinsche Inflation jeden Tarif trifft.

Tags: Arag Z100, Beitragsanpassung Arag, Beitragsanpassung Arag Z100, Beitragserhöhung Arag

15 Antworten zu “Beitragsanpassung Arag Z100 Zahnzusatzversicherung”

  1. Andy sagt:

    Hallo !

    Seit JAhren bin ich Z100-versichert und bin der Meinung, dort recht gut versichert zu sein, jedoch finde ich es überhaupt nicht zeitgemäß, dass im Falle einer Wurzelbehandlung die ARAG sich vehement sträubt, die zusätzlichen Kosten wie z.B. die Längenmessung der Wurzeln,…. zu bezahlen, obwohl im Z100 sämtliche Kosten einer Zahnbehandlung zu 100% versichert sind – hier sollte die ARAG ihr Erstattungsverhalten ernsthaft überdenken und auch solche Behandlungskosten übernehmen.

    Anmerkung der Red.: Den Ärger kann ich durchaus verstehen. Ärgerlich ist es, dass sich die Versicherungsbedingungen nun nich mehr nachträglich einfach ändern lassen. Aus diesem Grund macht die Arag auch darauf in Ihrem FAQ-Katalog aufmerksam. Wir hoffen auch, dass hier zukünftig nochmal nachgebessert wird im Sinne des Kunden.

    Nachteil bei Tarifen, die eine solche Wurzelbehandlung erstatten, so wie die CSS Zahnversicherung, hier werden Zahnärzte natürlich in jedem Fall eine solche Behandlung gerne anbieten und abrechnen, auch wenn dies eigentlich nicht medizinisch sinnvoll ist. Die hohen Kosten könnten dann zu starken Beitragserhöhungen führen.

  2. Betroffener sagt:

    Hallo Zusammen,
    an der Antwort mag ja vieles logisch klingen.
    Als Betroffener der Erhöhung bin ich dennoch skeptisch. Die Erhöhung beträgt fast 25%. Hochgerechnet auf alle Beiträge macht das eine unglaubliche Summe.
    Zurzeit haben wir auch eine extem niedrige Inflationsrate. Wie hoch will ARAG dn Tarif wohl anpassen, wenn wir plötlch eine spübare Inflation bekommen, was ja in naher Zukunft durchaus realistisch ist. Nach nur 4 Monaten Mitgliedschaft wurde mein Beitrag erhöht. Eine gute Versicherung zeichnet sich auch durch eine realistische Kalkulation aus. Solch eine enorme Erhöhung ist meiner Meinung nach absolut nicht gerechtfertigt. Es führt lediglich zu verärgerten Kunden. Manch ein Kunde kann sich die Versicherung vielleicht auch nicht mehr leisten. Schließlich gibt es ja nicht nur die Zähne, sondern auch noch das Thema Altersvorsorge, Berufsunfähigkeit, Unfall, Haftpflicht, Hausrat, KFZ Haftpflicht, Rechtsschutz usw.. Leider steigen die Gehälter nicht mal so eben um über 20%. Eine Zahnzusatzversicherung fällt wohl unter die Luxusversicherungen, jetzt erst recht!

    Anmerkung der Red.: Das ist natürlich richtig, nur die Inflation, die wir sonst kennen, hat mit der medizinischen inflation wenig gemeinsam. Die Kosten im Gesundheitssektor steigen fast doppelt so schnell. Nur darauf beziehen sich die Beiträge einer Zahnversicherung.

    Diese Kosten lassen sich von vornherein nur dann einkalkulieren, wenn man ein eigenes Preis-Leistungsverzeichnis ansetzt, das heisst dann aber auch, dass sich die Erstattungsleistung nur auf die alten Preise bezieht.

    Wenn man von vorn herein die Inflation mit einkalkulieren würde, mal davon abgesehen, dass diese schwer vorauszusagen sind. Dann würde sich ein Beitrag bilden, der von niemandem zu bezahlen ist. Man muss also entweder eine Zahnversicherung wählen, die mit eigenen Material- und Laborkosten kalkuliert (Nachteil: Erstattung im Leistungsfall weicht von den dann geltenden Preisen stark ab) oder man muss sich auf eine durchschnittliche Steigerung der BEiträge um 4-6% einstellen.

    Diese müsste man auch dann einkalkulieren, wenn man seine Zahnversicherung kündigt und dann den Zahnersatz aus der eigenen Tasche zahlen will.

  3. Betroffener sagt:

    Eine Anmerkung habe ich auch noch:
    Jeden Morgen fahre ich am ARAG Tower in Düsseldorf vorbei.
    Ein wirklich tolles Gebäude, so neu und bestimmt ganz schön teuer ;-) .
    Wo kommt wohl das Geld her?

    Anmerkung der Red.
    Da hast Du natürlich Recht, nur wird man ein solches Gebäude bei jedem Versicherer finden. Die Gewinnspannen in der Sach- und Lebensversicherung sind eigentlich deutlich höher als in der Krankenversicherung. Ich denke der meiste Teil kommt also aus diesen Sparten. :)

  4. ARAG Kundin sagt:

    Danke für die ausführliche Antwort auf eine berechtigte Frage. Dennoch nachgehakt: Ist eine Beitragsanpassung von über 25 Prozent (!) des monatlichen Beitrags, der erst vor zwei Jahren vertraglich vereinbart wurde (Abschluss) rechtens?

    Anmerkung der Red.: Das ist schon rechtens, da die Anpassung jeden trifft. Ärgerlich ist, dass die Anpassung auf einmal kommt, wie bereits erläutert geschieht dies aber nicht willkürlich. Bei 5% Abweichung kann der Versicherer nicht jedes Mal anpassen, mal davon abgesehen bedeutet allein das Informieren über eine Erhöhung einen hohen Aufwand, die Kosten sind letztendlich wieder vom Versicherten zu tragen. Wenn man nun jedes Jahr um 5% erhöhen würde, so würde dies dann gar nicht ausreichen, wenn jedes Jahr eine solcher Aufwand betrieben werden müsste.

  5. Müller-Lüdenscheid sagt:

    Es leuchtet ein, dass die Beiträge aufgrund der “allgemeinen Preissteigerungen, also teurere Arzthonorare, Löhne, Gehälter, Materialkosten usw. steigen” – ABER UM 30%!?

    Da fragt man sich natürlich schon, ob da die Relationen noch stimmen.

    Ich überlege jedenfalls, trotz “Bangemache”, die Versicherung zu wechseln.

  6. Mr. T sagt:

    Ein sehr schöner Beitrag, der viel Aufschluss gibt, allerdings wäre es schön, wenn die knapp 16 Rechtschreibfehler korrigiert werden könnten bzw. erst gar nicht entstehen würden …z.B. schreibt man “insgesamten” nur mit einem “M”, bei “Alterungsrückstellunge” gehört ein “N” ans Ende oder das Wort “Gehälter” soll bestimmt keine 2 “Ä” enthalten, oder?

    Anmerkung der Red.: Vielen Dank, habe das in der Schnelle geschrieben und nun korrigiert.

  7. admin sagt:

    Naja, es sind ja nicht ganz 30% sondern eher 25%. Da der Beitrag seit 5 Jahren nicht angehoben wurde, macht dies 5% p.a.
    Die medizinische Inflation liegt in Deutschland bei ca. 4%. Insebsondere im Bereich der Zahnbehandlung dürfte Sie darüber liegen.
    Das Verhalten bezüglich der Inanspruchnahme von dentalen Leistungen hat sich in der BEvölkerung deutlich verändert, eine ästhetische Zahnversorgung hat deutlich an Bedeutung gewonnen, folglich steigen auch die Ausgaben schneller.

    Ärgerlich ist es, dass die Anpassung in einem Jahr und auf einmal erfolgte. Dies liegt allerdings daran, dass ein unabhängiger Treuhänder einer Anpassung zustimmen muss. Dieser wird er nur zustimmen, wenn die zukünftigen Kosten nicht nur vorübergehend um einen bestimmten Prozentsatz gestiegen sind, sonder auch dauerhafte Ausgabensteigerungen erwartet werden könenn.
    Wenn nun im letzten Jahr die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen noch bei 9% lag und einer Anpassung nicht zugestimmt wurde, sich dann aber herausstellt, dass die Abweichungen doch dauerhafter Natur sind, so wären wird dann im nächsten jahr schon bei knapp 20%. Damit dann im übernächsten Jahr nicht wieder Erhöhungen folgen, muss man dies mit einkalkulieren und so kommt man dann auch ca. 25% Anpassung.
    Der Wechsel zu einer anderen Zahnversicherung nützt da allerdings meist wenig, da alle Hochleistungstarife, die nach realen Preisen von heute Leisten und keine Begrenzungen vorsehen, den gleichen Preisen und Honoraren am Markt ausgesetzt sind. Hier sind also auch Erhöhungen zu erwarten.
    Die TArife, die eher stabil bleiben werden, sind die, die aufgrund eines eigenen Preis-Leistungsverzeichnisses eben nachher bei der Erstattung nach Preisen von vor 5-10 Jahren leisten.

  8. Klingler sagt:

    Wie kommt man auf 20 % bzw. 25 %? Bei mir waren es definitiv 38,075 %!!! Da werde ich wohl um einen Wechsel nicht herumkomme…

    Anmerkung der Red.: Okay, bei einem Zuschlag für fehlende Zähne kann das natürlich sein. Denn bei einer höheren Gesamtprämie kommen pro fehlenden nicht ersetzten Zahn ja nochmal 10% dazu. Die meisten anderen Versicherer schließen diese fehlenden nicht ersetzten Zähne leider generell aus. Wenn Sie nur maximal 2 fehlende nicht ersetzte Zähne haben wäre die Continentale CEZP zu empfehlen: http://www.versicherung-online.net/Continentale-CEZP-292/

    Ebenfalls die Barmenia ZG Plus: http://www.versicherung-online.net/Barmenia-ZG-Zahnzusatzversicherung-197/

    Diese neuen TArife haben eine anfängliche Summenbegrenzung und dürften daher deutlich stabiler sein als die Arag Z100.

  9. Tobi sagt:

    Z100 WOW!!!!

    Ich dachte zunächst es sei ein Witz!! Im Februar wurde der ERSTE Beitrag von meinem Konto abgebucht, und zwei tage später flatterte die Beitragsanpassung ins Haus. Ich freu mich ja so sehr!!! Komm mir ja schon nen bissl verarscht vor. Darauf hätte mich der der so genannte Versicherungskaufmann der ARAG aufmerksam machen können das da was kommen könnte. Hat er aber nicht!! Zahle jetzt für Tarif 262, Z100, 11 und 37
    stolze 819,84€ im Jahr. Ob das für einen Kunden noch Bezahlbar ist, scheint sich im Hause ARAG keiner nen Kopp drum zu machen. Eins ist sicher, flattert mir in den nächsten Jahren noch so eine Nachricht ins Haus, dann war es das mit der ARAG. Im übrigen sollte die ARAG auch ehrlich sein, und den Beitragsrechner auf der Hauseigenen Website korrigieren. Wenn ich heute mir meinen Beitrag vom Z100 berechnen lasse, dann erscheint auf dem Monitor immer noch ein Beitrag von 19,24€ und nicht der Aktuelle von 24,52€

    Anmerkung der Red.: Den Ärger können wir wirklich verstehen. Allerdings ist der Arag Z100 selbst nach dieser Anpassung als leistungsstarker Tarif auch preislich noch durchaus wettbewerbsfähig. Übringens ist der Arag 262 ja sogar etwas günstiger geworden und insgesamt seit Jahren sehr beitragsstabil.

  10. Klingler sagt:

    Es handelt sich um keine fehlenden Zähne: Es geht um eine Versicherung für einen 9-jährigen, der noch nicht mal alle bleibenden Zähne hat, geschweige denn auch nur einen von den bleibenden Zähnen verloren hat. Da wurde mir wohl was falsches berechnet!

    Anmerkung der Red.: Ah okay, eine Erhöhung von 7,17 auf 9,90 sind zwar 38%, doch tatsächlich sind das gerade mal 2,73. Für 9,90 findet sich trotzdem kein Tarif eines anderen Anbieters, der im Bereich der Kieferorthopädie 80% erstattet. Die CSS beispielsweise kostet hier 14,21, ist also noch teurer. Da die GKV immer seltener für Kieferorthopädie leistet, muss dies natürlich durch die Arag kompensiert werden, so dass es natülich zu Anpassungen kommen muss.

  11. » Wer von der Beitragsanpassung der Arag Z100 profitiert Versicherungsvergleich sagt:

    [...] Infos: Beitragsanpassung Arag Z100 und die Hintergründe. Einsortiert unter: Allgemein Tags: Arag Z100, CSS Versicherung, [...]

  12. T.Jonietz sagt:

    “Die medizinische Inflation liegt in Deutschland bei ca. 5-7%.” Wo finde ich denn Datenquellen zur Höhe der medizinischen Inflation?

    Bisher habe ich nur die vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zum Verbraucherindex für “Gesundheitspflege” gefunden. Die jährliche Inflationsrate lag hier allerdings in den vergangenen 5 Jahren bei deutlich unter 2%.

  13. admin sagt:

    Sofern ich den Warenkorb nicht anpasse, mag die Inflation bei 2-3% p.a. liegen. Berücksichtigt man jedoch den Fortschritt in der Dentaltechnik so muss dieser klar darüber liegen. In folgendem Artikel

    http://www.herbert-quandt-stiftung.de/root/index.php?page_id=173&PHPSESSID=3c1ee0e30e64c08fbbe19aade29113f9&PHPSESSID=3c1ee0e30e64c08fbbe19aade29113f9
    ist beispeilsweise zu erkennen, dass die Ausgaben für die Geusndheitsversorgung im Betrachtungszeitraum 1970-1995 um 718% gestiegen sind, während das BIP nur um 513% zugelegt hat. Das bedeutet, dass die Ausgaben für Gesundheit alleine in diesem Betrachtungszeitraum um 8,74% p.a. gestiegen sind.
    Wenn ein Tarif, ein eigenes Preis-Leistungsverzeichnis ferstlegt und nur die aufgezählten Leistungen in der genannten Höhe erstattet würden, mag es durchaus sein, dass die auf diese LEistungen bezogene Inflation niedriger ist. Wer jedoch den medizinischen Fortschritt mitversichern möchte auch speziell auf den zahnersatz bezogen, der hat mit höheren Preissteigerungen zu rechnen.
    Hinzu kommt natürlich die steigende Lebenserwartung, welche vorher mitfinanziert weren muss, zumindest, wenn ein Tarif Alterungsrückstellungen bildet.

    Hier nochmal die Uni Köln, wo mit 4% medizinishcer Inflation gerechnet wird:
    http://www.ivk.uni-koeln.de/download/pdf/scheppsenges.pdf

    Die tatsächliche Inflation ist natürlich abhängig vom genauen Leistungsbereich. Wenn die Daten vom Stat. Bundesamt gewählt werden, so fließen hier klar auch die Preise für Medikamente ein, die insgesamt gesehen sicher einen höheren Anteil ausmachen als Zahnersatz. Wenn nun die Preise für Medikamente aufgrund der Kooperationen von Krankenkassen und Pharmaunternehmen kaum steigen oder sogar gesunken sind, so kompensiert dies natürlich die Preissteigeruungen für dentale Behandlungsleistungen.

  14. Alternativen? sagt:

    Eine Steigerung von 25% bzw. 30% ist für mich nicht hinnehmbar. Das riecht ganz gewaötig nach Abzocke…

    Hat wer ggf. leistungsgleiche Alternativen parat?

  15. admin sagt:

    Alternativen, die beitragstabil sind, wären z.B. die Barmenia ZG Plus, oder Continentale CEZP.

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